Konzert des Waldsassener Kammermusikkreises: Auftritt für Barockoboe und Cembalo
Bekanntes und Raritäten im Gepäck

Karla Schröter und Harald Hoeren gastierten am Samstag beim Waldsassener Kammermusikkreis. Musik für Barockoboe und Cembalo standen im Rathaussaal im Mittelpunkt. In der Stiftsbibliothek folgt übrigens das nächste Konzert - am Sonntag, 5. Mai, mit dem Pleyel Quartett Köln. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
16.04.2013
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Der Konzertabend des Waldsassener Kammermusikkreises (WKK) am Samstag stand unter dem Motto "Oboe und Cembalo". Als Künstler durften die Zuhörer Karla Schröter (Barockoboe) und Harald Hoeren (Cembalo) begrüßen. Beide Musiker sind Mitglieder des Ensembles "Concert Royal" Köln.

Auf dem Programm standen Werke für beide Instrumente. Aber auch über Kompositionen für Cembalo solo durfte sich das Publikum freuen. Neben bekannten Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti hatte das Ensemble auch Raritäten von Johann Sigismund Weiss und Wiliam Babell im Gepäck. Dass die beiden eher unbekannten Komponisten zur Aufführungen kamen, hatten die Zuhörer der unermüdlichen Forschungstätigkeit der Oboistin zu verdanken. Am Ende des Konzertes forderte das Publikum noch eine Zugabe. Dieser Wunsch wurde auch erfüllt, obwohl die Künstlerin gesundheitlich angeschlagen war - und eigentlich das "Bettchen hüten" sollte, wie Karla Schröter am Schluss selbst sagte. Zuvor gewährte die Künstlerin einen kleinen Ausflug in die Musikgeschichte.
Professor Harald Hoeren sorgte zu Beginn beim Publikum mit dem Öffnen des Cembalo-Deckels für eine optische Überraschung. Nach dem Aufklappen wurde auf der Innenseite ein Gemälde sichtbar. Die historische Szene mit jungen Leuten, die auf einer Wiese an einem Fluss eine unbeschwerte Zeit verbringen, bildete einen Kontrast zum Waldsassener Stadtwappen darüber vor dem holzvertäfelten Interieur des Rathaussaales. Vor der Zugabe lieferte der Künstler erläuternde Hinweise zu seinem Cembalo, das er im seinem VW-Bus mitgebracht hatte. Das gut 20 Jahre alte Instrument ist ein Nachbau eines Cembalos, von dem um 1700 in der Nähe von Rom einige wenige Exemplare gebaut worden sein sollen.

Am Ende lüftete der Künstler auch ein Geheimnis und erklärte, warum er zwischen den einzelnen Stücken immer wieder in das Innere des Cembalos gegriffen hat: Damit schaltete Hoeren jeweils die verschiedenen Register von Hand zu.
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