Lebenshilfe-Geschäftsführer Kellner bei KAB-Versammlung über die Inklusion
Ein Vorteil für beide Seiten

Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner informierte bei einer KAB-Veranstaltung im Café Lebensart über die Arbeit der Kreisvereinigung. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
16.04.2013
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Interessante und wissenswerte Hintergrund-Informationen über die Lebenshilfe-Kreisvereinigung vermittelte kürzlich Geschäftsführer Berthold Kellner bei einem Vortragsabend des KAB-Ortsverbands. Im Café Lebensart lautete das Thema: "Die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft".

Kellner zeigte zuerst die Entstehung der sozialen Absicherung der Bevölkerung unter Bismarck bis in die Gegenwart auf. Dann berichtete der Geschäftsführer über die Gründung der Lebenshilfe 1962 - mit 537 Kreis- und Ortsvereinen in Deutschland, die alle eigenständige Vereine sind. Die 1989 im Landkreis Tirschenreuth gegründete Lebenshilfe mit Sitz in Mitterteich unterhält laut Kellner acht Standorte; 600 Menschen würden von 200 Mitarbeitern betreut, so der Sprecher. Dabei nannte Kellner die Frühförderung von behinderten Säuglingen, die schulvorbereitenden Einrichtungen in Kindergärten für das dritte bis siebte Lebensjahr, Förderschule Mitterteich von der Grund- bis zur Berufsschulstufe.

Rechtsanspruch auf Arbeit

Kellner unterstrich ferner die Bedeutung der Inklusion, worunter das Lernen von behinderten- mit nicht behinderten Menschen zu verstehen ist. Der Referent sprach von einem großen Vorteil für beide Seiten und erläuterte die Begleitung durch Mitarbeiter der Lebenshilfe in Regelschulen. "Seit den 60er Jahren erst haben Behinderte einen Rechtsanspruch auf Arbeit", heißt es über die Ausführungen Kellners in der KAB-Pressemitteilung weiter.

In Werkstätten für Behinderte könnten Menschen mit Behinderung ihren Rentenanspruch in 20 Jahren erwerben. Besser als die Behinderten Werkstätten wären aber die "Integrations-Firmen" - wie auch das Café Lebensart: Dort könnten Behinderte und Nichtbehinderte Menschen miteinander arbeiten.
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