09.08.2014 - 00:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Porzellanausstellung im Stiftlandmuseum bringt neue Erkenntnisse über Industriezweig Sonderschau mit Nebeneffekt

Eine gute Stunde dauert die Präsentation. Dennoch bleibt das Publikum gespannt sitzen vor dem Bildschirm im Medienraum des Stiftlandmuseums, bis zur letzten Einstellung. "Sie erkennen sich bei der Arbeit wieder", sagt Adolf Gläßel über die früheren Porzelliner, die zurzeit die Sonderausstellung besuchen.

Die 5000 Porzellanstücke der Firmen Bareuther sowie Gareis sind anlässlich der Sonderschau in auf alle Abteilungen des Stiftlandmuseums verteilt. Auf diese Weise gelangen Besucher durchs ganze Haus, wenn sie die Ausstellung besuchen. Sie dauert bis 6. Januar 2015. Bild: Grüner
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Porzellan - Das weiße Gold in Waldsassen (1874 - 1994)" - so ist die aktuelle Sonderschau betitelt. Und die Filmdokumentation über die Waldsassener Porzellanindustrie, die in Zusammenarbeit mit Porzelliner Otto Bruckner in der ersten Hälfte der 1980er Jahre entstand, ist ein Schwerpunkt der Ausstellung.

Die gezeigten Stücke - gut 5000 Porzellan-Teile der Firmen Bareuther und Gareis - werden in allen Abteilungen des Museums gezeigt. "Für die Jugendlichen ist das pädagogisch hervorragend", freut sich Gläßel. Denn die Besucher gelangten beim Besuch der Sonderausstellung auf diese Weise durchs ganze Haus. "Es gibt neue Erkenntnisse", freut sich Gläßel über den schönen Nebeneffekt der Plauderei mit den Besuchern - etwa nähere Informationen über die dritte Porzellanfabrik in Waldsassen, die es zwischen 1920 und 1930 auf dem Gelände der früheren Klinkerfabrik gab. Christa Wirth habe dazu dem Museum auch viele Unterlagen ihres verstorbenen Mannes Paul Wirth überlassen. Der frühere Mitarbeiter der Porzellanfabrik Bareuther habe viel Material gesammelt.

Pakete ins Museum

Dass die Sonderschau auch überregional viel Resonanz erntet, verdeutlicht Gläßel mit den vielen Paketen, die zurzeit ins Museum geschickt werden. Leute etwa aus dem Rheinland stifteten Porzellangegenstände, die sie selbst nicht mehr benötigten, dem Museum für dessen weitere Verwendung. "Wir kriegen dauernd Gegenstände." (Hintergrund)

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