Umweltstation öffnet am 1. Mai - Zahlreiche Programmattraktionen zum Jahresmotto Energie
Guerillas im Naturerlebnisgarten

Die Mannschaft mit dem "grünen Daumen": Ferdinand Sperber, Bernd Schmaus, Roland Lange, Wolfgang Meier, Florian Kraus, Brigitte Sommer, Franz Meyer, Michael Selinger, Jürgen Trapp, Engelbert und Reinhard Schack, Florian Spachtholz und Sven Sinner (von links). Bild: Grüner
Lokales
Waldsassen
26.04.2013
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Im Naturerlebnisgarten der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum der Abtei Waldsassen geht es rund. Nach der zwangsmäßig langen Winterpause haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, damit bei der Eröffnung am 1. Mai jedes Pflänzchen picobello dasteht. Bis 30. September ist die Einrichtung dann täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Alle 17 Mitarbeiter, auch die "Schreibtischtäter", helfen jetzt mit und wuseln im weitläufigen Areal herum. Überall gibt es was zu tun. Vor allem das Unkraut schießt jetzt dank der wärmeren Temperaturen aus dem Boden und will gezupft werden. Eine wahre Sisyphusarbeit.

Bürgerarbeiter Bernd Schmaus, der für die Außenwerbung zuständig ist und diverse Internetplattformen mit Informationen füttert, ist mit seinem Akkuschrauber im Gelände unterwegs. Er installiert DIN A4 große Holzkästchen, die Teamassistentin Brigitte Sommer anschließend mit erklärendem Textmaterial zu den verschiedenen Themenbereichen versieht.

Vom Jobcenter vermittelt

Roland Lange, Wolfgang Meier, Florian Kraus, Franz Meyer, Jürgen Trapp, Florian Spachtholz sowie Engelbert und Reinhard Schack wurden vom Jobcenter vermittelt und sind während der Saison mit der Gartenpflege und der Betreuung der Informationszentrale im Eingangsbereich betraut. "Gut, dass wir sie haben", sind sich der Leiter der Umweltstation, Geoökologe Michael Selinger, und der Geschäftsführer des Kultur- und Begegnungszentrums, Ferdinand Sperber, einig.
Während der Garten seine natürliche Winterruhe absolvierte, haben sich die "Köpfe" der Einrichtung viele Gedanken gemacht und das Programm perfektioniert und teilweise aufgefrischt. Altbewährtes wurde wieder aufgenommen, mögliche Schwachstellen wurden ausgemerzt und viele neue Ideen integriert. Herausgekommen ist ein 54-seitiges Geheft, geballt mit Informationen und jeder Menge Programm aus den Bereichen Religion, Musik, Kultur, Natur und Bildung.

Potenziale wecken

Das Jahresthema Energie zieht sich wie ein roter Faden durchs Programm. Es geht dabei genauso um neue und erneuerbare Energien, wie auch um verstecktes Potenzial in der Region.

Laut Michael Selinger gehören dazu die Menschen, vorhandene Infrastruktur oder neue Ideen. Davon hat der Leiter der Umweltstation selbst eine ganze Menge. Zusammen mit allen Waldsassener Schulen und den Ministranten, von der Stadtverwaltung genehmigt, geht es demnächst hinaus zu besonders unansehnlichen Plätzen. "Guerilla-Gardening" heißt die neue Methode, die aus jungen Leuten, die bisher nichts mit Garteln zu tun hatten, ganz sicher begeisterte Gärtner machen wird.
Dabei werfen sie schneeballgroße "Samenbomben" in verwilderte oder brache Flächen, um ihnen buntes Leben einzuhauchen. Überall sollen bunte Blühstreifen entstehen, nichts soll sicher sein vor dieser Pflanzattacke. Die "Bomben" werden im Naturerlebnisgarten aus Blumensamen und Erde gebaut. Abgeworfen werden sie zum Beispiel während der Fahrt auf dem Fahrrad.

Am 13. und 14. Mai fällt der Startschuss zur Aktion "Blühendes Waldsassen". Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Harald Schlöger führt in die Thematik ein. Viele Referenten, wie die Hildegard-Expertin Johanna Eisner, haben ihre Beiträge auf das Jahresthema abgestimmt. Ziel ist es, einen Beitrag dafür zu leisten, die Region etwas selbstbewusster zu machen. Drei geschulte Kräuterführer stehen zur Verfügung, wenn Gruppen umfassend, auch in tschechischer Sprache, informiert werden wollen.

Bis zu 15 000 Besucher

In den vergangenen Jahren besuchten jährlich bis zu 15 000 Besucher die Einrichtungen. Sie kamen aus ganz Deutschland, Kanada, Norwegen und Holland.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.kubz.de/
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