Zu den Wurzeln der Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen: Kulturfahrt zum Mutterkloster ...
Ausgangspunkt des ökumenischen Pilgerwegs Via Porta

Lokales
Waldsassen
22.06.2012
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"Auf den Spuren der Zisterzienser" - unter diesem Motto gestaltete der CSU-Ortsverband eine interessante Kulturfahrt. Ziel war das Kloster Volkenroda in Thüringen - jenes Kloster, von dem aus das Kloster Waldsassen gegründet worden ist und das Ausgangspunkt des ökumenischen Pilgerwegs Via Porta ist.

Bezirkstagsvizepräsident a.D. Ludwig Spreitzer hatte dazu ein interessantes Programm zusammen gestellt, das schon im Vorfeld großen Anklang fand. Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Bernd Sommer konnte so bei der Begrüßung eine komplette Busbesetzung begrüßen.

Vorbei am thüringischen Städtequartett - der Lichtstadt Jena, der Stadt der Dichter und Denker Weimar, der Landeshauptstadt Erfurt und der Grünen Stadt Gotha - erreichten die Klosterstädter nach dreieinhalb Stunden dauernder Fahrt Volkenroda. Dort wurde die Besuchergruppe schon von der "Chefin" der Jesus-Bruderschaft, Ulrike Köhler, in der Klosterkirche erwartet.

Vieles gemeinsam

Sie erläuterte die Geschichte des 1131 gegründeten Klosters Volkenroda und vor allem die des schon im 12.Jahrhundert errichteten bis heute erhaltenen Teilbaus der einst mächtigen dreischiffigen Basilika. Volkenroda gilt damit als älteste Klosterkirche Deutschlands. Ulrike Köhler wies auf die vielen Gemeinsamkeiten mit dem Kloster Waldsassen hin.
Nicht nur, dass Waldsassen 1133 von Zisterziensermönchen aus Volkenroda gegründet wurde. Der "Geschändete Heiland" von Waldsassen und das "Volkenrodaer Kruzifix" seien für beide Orte sehr wichtig. Höhepunkt des Besuches war sicher die Besichtigung des weltberühmten Christus-Pavillons.

Ältester Baum Deutschlands

Nach dem Mittagessen erklärte Gerhard Köhler einen weiteren Anziehungspunkt Volkenrodas: Die tausendjährige Eiche. Mit fast zehn Meter Umfang und einem Durchmesser von über drei Meter ist dieser Baum bestimmt einer der ältesten in Deutschland. Zwar mehrmals vom Blitz geschädigt steht diese Eiche bis heute im vollsten Grün.

Die Waldsassener besuchten außerdem den "Hainich", den größten zusammenhängenden Laubwald Deutschlands. Er wurde im Jahre 2011 durch die Unesco mit dem Weltkulturerbe-Titel geadelt. Ein besonderer Höhepunkt: Die Spaziergänge auf dem sogenannten Baumkronen-Pfad. In 40 Meter Höhe haben die Besucher hier einen unvergesslichen Überblick über den "Urwald mitten in Deutschland", wie dieses Waldgebiet auch oft genannt wird. Bei der Heimfahrt gab Robert Treml eine Überblick über die historischen Zusammenhänge zwischen Volkenroda und Waldsassen. Dabei reifte bei manchem Teilnehmer der Wunsch bald wieder in diese Region zu kommen, wegen der engen Bindung zu Waldsassen, der beeindruckenden Landschaft- oder vielleicht auch um ein paar Teil-Etappen des Via-Porta-Pilgerwegs zu gehen. (Info-Kasten)
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