Betroffener Bereich in der Karolinenstraße abgesperrt
Riss in der Stadtmauer

Einen Riss weist die Stadtmauer in der Karolinenstraße auf. Der betroffene Abschnitt des Gehwegs ist seit einigen Wochen abgesichert. Bild: kgg
Politik
Waldsassen
12.02.2018
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Bisher genügt es, wenn der betroffene Bereich gesichert ist. Doch die Karolinenstraße könnte deswegen ganz gesperrt werden müssen. Deshalb ist jetzt eine schnelle Lösung gefragt.

"Die historische Stadtmauer ist ein prägendes Element", so Bürgermeister Bernd Sommer in der Januar-Sitzung des Stadtrats über das Malheur: Die Mauer, die zugleich zum Teil den Abschluss zur Karolinenstraße hin bildet, weist einen Riss auf. "Es geht um die Sicherheit der Fußgänger", begründete das Stadtoberhaupt die erste Maßnahme damals: Der Bereich, in dem Mauerteile auf den Fußgängerweg stürzen könnten, ist vorsorglich mit einem rot-weiß markierten Absperrgitter gesichert worden. "Wir begutachten, ob weitere Sicherungen nötig sind." Auch eine komplette Sperrung der Karolinenstraße wollte Sommer in der Januar-Sitzung nicht ausschließen.

"Die Mauer bröckelt", erklärt Bernd Sommer am Montag gegenüber Oberpfalz-Medien zum aktuellen Sachstand und sagt unmissverständlich: "Man muss handeln." Für die Absicherung sei die Stadt Waldsassen zuständig. "Kann gut sein, dass wir die Straße sperren müssen." Damit wiederholt Sommer seine vor wenigen Wochen geäußerte Vermutung. "Wir haben ein großes Interesse daran, dass das letzte sichtbare Stück der Stadtmauer erhalten bleibt." Für die Sicherung des Verkehrsraums sei die Stadt Waldsassen zuständig, für die statische Sicherung der Mauer dagegen das Landratsamt Tirschenreuth. Dazu müsste die Mauer etwa in sich stabilisiert werden, etwa mit Verstrebungen. Dabei erinnert Sommer an die Maßnahmen vor einem Jahr an dem einsturzgefährdeten Wohnhauses in der Liststraße (wir berichteten).

"Langfristig muss der Eigentümer handeln", informiert Sommer über die Rechtslage und verweist auf die Fördermöglichkeiten in derartigen Fällen. Allerdings sind nach den Worten von Sommer bei dem Grundstück, auf dem die Stadtmauer steht, die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt. Eine Lösung könnte sein, dass am Ende die Stadt einspringen müsse. Allerdings müssten die Eigentümer zuerst einmal mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen.

Wir haben ein großes Interesse daran, dass das letzte sichtbare Stück der Stadtmauer erhalten bleibt.Bürgermeister Bernd Sommer
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