05.05.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

CSU-Bundestagsabgeordnete auf Klosterbaustelle Richtfest im Herbst

Sehr zufrieden ist Äbtissin Laetitia Fech mit dem Baufortschritt der Generalsanierung und Neubau des "Mühlenviertels": Am 6. April war dort Spatenstich, die Finanzierung steht.

Überzeugten sich beim Besuch der Baustelle vom Baufortschritt. Mit dabei waren (von links) 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer, Bürgermeister Bernd Sommer, MdB Reiner Meier, Äbtissin Laetitia Fech, MdB Albert Rupprecht, MdB Karl Holmeier und Bauleiter Diplomingenieur Alex Rüth.
von Josef RosnerProfil

(jr) Jetzt gilt es, dass die Zuschüsse fließen. "Heuer im Herbst wollen wir Richtfest feiern, bis zum Spätsommer/Herbst 2018 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein", hoffte die Äbtissin, als sie den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht, Reiner Meier und Karl Holmeier vom aktuellen Projekt auf dem Gelände des Klosters erzählte. Die drei Gäste gehören der "Ostbayernrunde" der CSU an. Entstehen sollen 14 Wohnungen für Menschen mit Behinderung und acht weitere Wohnungen für Angehörige. Äbtissin Laetitia Fech sprach von einem inklusiven Thema, dass das Kloster als Bauherr verwirklichen will.

Mieter der Wohnungen ist die Katholische Jugendfürsorge (KJF) aus Regensburg. Der Mietvertrag läuft 25 Jahre. Investiert werden 11,84 Millionen Euro, wobei das Kloster einen Eigenanteil von 2,8 Millionen Euro stemmen muss. "1,6 Millionen Euro haben wir schon zusammen, fehlen also noch 1,2 Millionen Euro", sagte die Äbtissin. Diesen Betrag will das Kloster mit der Miete der KJF refinanzieren. Ausdrücklich dankte die Äbtissin den zahlreichen Zuschussgebern, wie Städtebauförderung, Bayerisches Sozialministerium und der Denkmalpflege. Bauleiter und Diplom-Ingenieur Axel Rüth (dp-Architekten aus Regensburg) gab auf der Baustelle erste Eindrücke in das Bauvorhaben und erläuterte die Bauarbeiten. Die drei Abgeordneten sicherten jegliche Unterstützung zu und nannten den Besuch bei der Äbtissin eine Ehre. (Info-Kasten)

Innenminister Joachim Herrmann hat das Heft zum Handeln in der Hand

Beim Besuch der "Ostbayernrunde" war auch das Lkw-Transitverbot auf der Bundesstraße B299 durch Waldsassen ein Thema. Laut Rupprecht spricht nichts gegen eine Sperrung der Innenstadt für den Transit-Lkw-Verkehr und verwies auf einen ähnlich gelagerten Fall in Waidhaus (wir berichteten bereits). Der Lkw-Verkehr von tschechischer Seite aus könnte über Schirnding über die B 303 und dann auf die Autobahn umgeleitet werden. In Waidhaus, so der MdB, sei ebenfalls eine derartige Umleitung gelungen. Erreicht werden soll dies mit europarechtlichen Verordnungen,wonach bei der Lärmbelastung ein Grenzwert von 70 Dezibel gilt. "Das erreichen wir in jedem Fall." Untersuchungen müssten dies nun klären. Bei einer Grenzwertüberschreitung müsse der Lkw-Verkehr raus aus der Stadt. Anfang kommender Woche wird das Bayerische Innenministerium ein Schreiben des MdB erhalten,wonach die Lärmbelastung über diesen Grenzwert liegt. Dann müsse das Innenministerium aktiv werden. "Innenminister Joachim Herrmann hat dann das Heft zum Handeln in der Hand." Bürgermeister Bernd Sommer setzt große Hoffnung in die Initiative von Albert Rupprecht. Die die Belastungsgrenze für die Waldsassener sei längst überschritten. MdB Reiner Meier wusste, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt über den Wunsch der Waldsassener informiert ist. "Wir sind guter Dinge, dass es jetzt klappt", sagte Meier. Auch die tschechischen Nachbarn sollenüber die geplante Umleitung des Lkw-Verkehrs über Schirnding informiert werden. Dank der guten Beziehungen der Waldsassener zu Tschechien war die Runde davon überzeugt, dass auch die Nachbarn dasVorhaben unterstützen. Bürgermeister Bernd Sommer freut sich, dass endlich Bewegung in das Thema kommt und nennt die Demonstration mit mehr als 1000 Leuten als Grund dafür. "Die Unzufriedenheit der Waldsassener haben die in München und Berlin mitbekommen", so Sommer und meinte: "Die Macht des Volkes darf nicht unterschätzt werden." 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer, einer der Initiatoren der Großdemonstration, sagte im Hinblick auf den Lkw-Transit: "Wir mussten endlich handeln, wir haben doch alle gesehen, wie wir darunter leiden." (jr)

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