Inspektionsleiter Reinhold Schreyer über Lkw-Kontrollen
Anfangs eine Schonfrist

Auch tagsüber wird in der Mitterteicher Straße (Bild) langsam gefahren, wie die Anzeige rechts oben zeigt. Bild: pz.
Politik
Waldsassen
06.04.2018
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Die Tempobegrenzung auf der Bundesstraße 299 durch die Innenstadt funktioniert. Künftig geht es zusätzlich darum, dass das Lkw-Durchfahrtsverbot befolgt wird. Die Polizei sichert Unterstützung nach Kräften zu.

"Es wird langsam gefahren", erklärt Reinhold Schreyer, Leiter der Waldsassener Polizeiinspektion, auf Anfrage von Oberpfalz-Medien über die Erfahrungen. Der Druck durch die kommunalen Verkehrsüberwacher und Geschwindigkeitsmessungen durch die Polizei ab 22 Uhr vor allem in der Egerer Straße verfehlten ihre Wirkung nicht.

"Die Kontrollen durch die Kommunalen und durch die Polizei haben sich herumgesprochen und machen sich bemerkbar." Der Polizeichef verwehrt sich aber gegen die Annahme, dass Autofahrer aus Tschechien, die zu schnell unterwegs sind, ungeschoren davon kommen: "Wir halten an und kassieren gleich", so Schreyer. Damit werde unverhältnismäßiger Aufwand vermieden, der mit dem Versenden von Bußgeldbescheiden ins Nachbarland erforderlich wäre. Es seien bereits Verstöße festgestellt worden. Auch ein Fahrverbot sei verhängt worden.

"Wir werden kontrollieren", sagt Schreyer die Unterstützung der Polizei zu, wenn das Lkw-Durchfahrtsverbot auf der Bundesstraße 299 durch die Innenstadt gilt. Wichtig ist für den Inspektionsleiter, dass bei der Beschilderung der Hinweis "Lieferverkehr frei" mit angebracht wird; denn bei "Anlieger frei" seien arbeitsintensive Einsprüche gegen Bußgeldbescheide vorprogrammiert. Wer nichts liefern oder abholen müsse, "der hat hier nichts verloren und muss zahlen - 75 Euro", so Schreyer. Die Definition des Bereichs, in dem "Lieferverkehrs" noch als solcher gilt, müsse aber noch konkretisiert werden. "Da müssen wir noch einmal nachfragen im Landratsamt." Schreyer nennt als Beispiel den Transporter, der etwa in Hatzenreuth bei einem Landwirt Tiere abzuholen hat. Hier sei es wichtig, dass umliegende Dörfer nicht zusätzlich belastet werden. "Aber wir werden tätig", erklärt Schreyer über die Kontrollen - nach Kräften, weil sich die Beamten auch um andere Dinge kümmern sollten. Der Inspektionsleiter spricht sich aber für eine Schonfrist aus, in der Verstöße nicht geahndet werden. "Das ist wie bei der Laserei", so Schreyer über den Einsatz des Messgeräts. "Da haben wir den Verkehrsteilnehmern am Anfang auch eine Chance gegeben." Info-Kasten

Mit 103 km/h auf der Egerer StraßeIn der März-Sitzung des Stadtrats hatte die Verwaltung über die Geschwindigkeitsüberwachung auf der B 299 informiert - auf Antrag von CSU-Rat Ferdinand Sperber. Bei der Messung mit dem "Speedpacer" in der Egerer Straße - dort gilt Tempo 30 - lag der Auswertung zufolge das Durchschnittstempo bei 35,6 km/h; außerdem wurde dort eine Höchstgeschwindigkeit von 103 km/h gemessen. (pz)
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