23.01.2017 - 16:02 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Johanna Härtl tritt Stelle an Die Frau für zwei Posten

Die Schlüsselübergabe gestaltete sich für Johanna Härtl anders als erwartet: Ein ganzes Sortiment - aufgeklebt auf zwei DIN A 4-Bögen in Klarsichtfolien - nahm die Geschäftsführerin der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen von Äbtissin Laetitia Fech in Empfang.

Zwei Bögen mit aufgeklebten Schlüsseln übergab Äbtissin Laetitia Fech an die neue Geschäftsführerin und Umweltstations-Leiterin Johanna Härtl (im Bild mit - von links - Sr. Sophia M. Schlembach und Hubert Kellner sowie von rechts Claudia Dietz, Brigitte Sommer und Bernd Sommer, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Bild: pz
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Die Liebensteinerin trat im Januar ihre neue Stelle in der Zisterzienserinnen-Abtei an. Am Montag gab es eine Teambesprechung. Dabei sind die Aufgaben in den nächsten Monaten konkretisiert worden. Mit dabei war auch Hubert Kellner: Der frühere Waldershofer Bürgermeister wird Johanna Härtl in den ersten 12-, maximal 18 Monaten begleiten. "Ich will beileibe nicht den schwarzen Schatten im Hintergrund machen", schränkte Kellner seinen Aufgabenbereich selbst ein. Chefin und erste Ansprechpartnerin sei schon Johanna Härtl. "Das muss ich klar und deutlich sagen." Allerdings werde Kellner Härtl vor allem bei Terminen bei Behörden begleiten, "... die Präsenz heben und zeigen: Wir sind eine große Nummer hier in der Region." Dies fange beim Landrat an und höre bei der Regierung auf.

Leiterin der Umweltstation

Dass nun für den Geschäftsführerposten eine kompetente Frau mit fachlich erstklassiger Qualifikation gefunden wurde, darüber ist vor allem Äbtissin Laetitia Fech glücklich. Sie gab bekannt, dass Johanna Härtl in Personalunion auch Leiterin der Umweltstation sein wird: Michael Selinger hatte ja seinen befristeten Vertrag nicht verlängert (wir berichteten).

Inzwischen sei die Genehmigung aus dem Umweltministerium in München (Referat Umweltbildung, Bildung zur Nachhaltigkeit) von Dr. Christoph Goppel eingetroffen - ein Sohn von Thomas Goppel, wie die Äbtissin erwähnte. Zusätzlich soll in der nächsten Zeit für den Verwaltungsbereich noch eine Kraft gefunden werden, die sich um die Buchhaltung kümmert. Ein Dank galt Brigitte Sommer für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten. Die Team-Assistentin wird auch weiterhin in Stiftung und Umweltstation tätig sein. "Claudia Dietz ist an unserer Seite und unterstützt uns", freute sich die Äbtissin über die Fachkraft im Naturerlebnisgarten. Den "Neuanfang in eine neue Richtung" sah die Äbtissin als "Zeichen von oben": "Der Herrgott hat es viel besser gemacht als wir es alle geplant haben." Bernd Sommer sagte: "Es geht gut weiter." Der Vorsitzender des Stiftungsvorstands war wie alle anderen Teilnehmer der Runde glücklich über den Neubeginn. "Wir sind gespannt." Bewährtes werde beibehalten, das eine oder andere dazu kommen. Dabei nannte Sommer das "Mentoren-Programm für Lehrkräfte": Das von Selinger erarbeitete Konzept sei nun dessen "Abschiedsgeschenk" an die Umweltstation. Sommer verwies auf die überregionale Bedeutung der Umweltstation und sah Potenzial in der Region. Nicht hoch genug einzuschätzen sei die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter und nannte beispielhaft Silvan Rosner. "Ich habe immer einen Zettel auf meinem Schreibtisch, wo ich mir Ideen aufschreibe", verriet Johanna Härtl. Die neue Geschäftsführerin mit Kontakt zur Landjugend will etwa Bräuche aus dem historischen Jahreskalender den Menschen näher bringen. Beibehalten werden soll auch die Imkerei.

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