Landrat Wolfgang Lippert gibt turnusgemäß das Amt des Präsidenten der Euregio Egrensis
„Arbeit war mir eine tolle Erfahrung“

Neuer gemeinsamer Präsident der Euregio Egrensis ist Rolf Keil (Zweiter von links), Landrat des Vogtlandkreises. Mit im Bild sein Vorgänger Landrat Wolfgang Lippert (links) sowie die Präsidenten der Arbeitsgemeinschaften Bayern, Dr. Birgit Seelbinder, und Böhmens, Frantisek Curka. Bild: jr
Politik
Waldsassen
07.12.2016
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Zwei Jahre lang führte Landrat Wolfgang Lippert als gemeinsamer Präsident die Euregio Egrensis. Jetzt wurde er turnusgemäß abgelöst. Sein Nachfolger ist der 61-jährige Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil. Lippert gehört aber weiter dem Präsidium an. Vertreten sind darin noch Dr. Birgit Seelbinder als Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayern und Frantisek Curka, als Präsident der AG Böhmen. Keil ist Präsident der Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen.

Lippert blickte dankbar zurück. "Ich durfte viele neue Erfahrungen sammeln und war als Puls inmitten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit." Gelöst worden sei in den vergangenen zwei Jahren die "blutige Übergabe" in der Notfallrettung an der deutsch-böhmischen Grenze. "Das Thema hat bei uns viele Rettungskräfte stark berührt hat." Weiteres Thema seiner Amtszeit war die Drogenproblematik. Bei einem Treffen der Arbeitsgemeinschaften der Euregio Egrensis in Görlitz mit Vertretern aus Bayern, Sachsen/Thüringen und Tschechien habe man eine Resolution verabschiedet, die bestimmte Kernforderungen für die neue Förderperiode 2021 bis 2027 zum Inhalt habe. Lippert bat die Regierungen um mehr Vertrauen in grenzüberschreitende Projekte. "Wir wollen noch mehr anstoßen und die Grenzregionen stärken." Die Arbeitsgemeinschaft in Bayern hat Fördermittel in Höhe von 103 Millionen Euro zur Verfügung, die in Sachsen/Thüringen gar 160 Millionen Euro.

Rolf Keil gab erste Schwerpunkte seiner Arbeit bekannt. Großen Wert legt er auf Sprachkompetenz. "Die Menschen in den Grenzregionen müssen sich auch unterhalten können." Der neue Präsident konnte sich vorstellen, Sprachangebote in den Kindertagesstätten und Schulen weiter auszubauen, "weil dort die Grundlagen für später gelegt werden". Weiter beschäftigen wird ihn die Drogenproblematik mit ihren oft katastrophalen Auswirkungen.

Wichtig ist ihm ferner der Ausbau des Tourismus in den drei Grenzregionen. So will er den Euregio-Egrensis-Radweg als gemeinsames Projekt weiter ausbauen. Frantisek Curka, Präsident der Euregio Egrensis in Böhmen, nannte den Ausbau des Fremdenverkehr ebenfalls als oberstes Ziel. Ihm schweben touristische Ziele in den drei Grenzregionen vor, die gemeinsam beworben werden.
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