14.03.2018 - 20:00 Uhr
Waldsassen

Lkw-Durchfahrtsverbot in Waldsassen Es dauert noch einige Wochen

Lkw-Fahrer kümmern sich wenig um die von Karlheinz Hoyer und seinem Team aufgestellten Schilder an den Ortseingängen. Nach wie vor rollt Transit-Schwerlastverkehr durch die Innenstadt. Doch bald soll die verkehrsrechtliche Anordnung umgesetzt sein.

"Die Bürger sind irritiert", weiß auch Karl-Heinz Hoyer über die aktuelle Situation: Seit 1. März greift zwar die verkehrsrechtliche Anordnung des Landratsamts, wonach die Bundesstraße 299 durch Waldsassen (im Bild die Egerer Straße) für den Lkw-Transitverkehr gesperrt werden kann. Doch die Umsetzung dauert noch.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Seit Anfang März gilt die Vorgabe des Landratsamts: Demnach kann die Bundesstraße 299 durch die Waldsassener Innenstadt für den Lkw-Transitverkehr in- und aus Richtung Eger/Cheb gesperrt werden. Hintergrund sind anstehende Straßenbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt in den nächsten Monaten. "Wie lange dauert es noch?", so auch die Anfrage von Monika Gerl, Sprecherin der SPD-Fraktion, jüngst im Stadtrat zu der Thematik.

"Die Anordnung ist da, der Plan liegt auf dem Tisch", verwies Bürgermeister Bernd Sommer auf viele nötige verwaltungstechnische Schritte. Sommer erklärte, dass der Beginn der Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt von der Sperrung der Straße abhängt: Es wäre eine Kanalbefahrung zu erledigen, außerdem stehe noch ein größerer Gebäudeabriss an. Damit meinte Sommer, ohne Einzelheiten zu nennen, das frühere Seniorenheim in der Egerer Straße. Auf dem Areal soll bekanntlich die neue Dienststelle der Geo-Datenbank entstehen (wir berichteten).

Bei der Sitzung des Stadtrats erklärte Sommer noch, er brauche für die komplette Umsetzung ein Signal aus Tschechien - und meinte damit die verkehrsrechtliche Anordnung auf tschechischer Seite. Das Signal stehe immer noch aus, so Verwaltungs-Geschäftsführer Karl-Hans Hofmann am Mittwoch auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Nach einem Runden Tisch im Landratsamt scheint es allerdings so, dass es für das Lkw-Durchfahrtsverbot in Waldsassen auf tschechischer Seite keine verkehrsrechtlichen Anordnungen und Beschlüsse mehr braucht: "Es genügen Hinweisschilder", sagt Karlheinz Hoyer. Der 2. Bürgermeister kämpft nun - als Privatmann, wie er immer wieder betont - seit einem Jahr um das Transitverbot für den Lkw-Verkehr. Von Hoyer stammt auch der Vorschlag, dass aus Richtung Karlsbad nur darauf hingewiesen werden muss, dass die Ortsdurchfahrt Waldsassen wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Noch etwa vier bis sechs Wochen wird es nach Einschätzung von Hoyer noch dauern, bis auf deutscher Seite rund um Waldsassen die gut 10 notwendigen Schilder aufgestellt sind und die Regelung greift. Denn zuvor seien etwa noch die Fundamente für die zusätzliche Beschilderung zu betonieren. "Es muss alles nach Vorschrift und nichts provisorisch sein", so Hoyer über Kritik aus der Bevölkerung, warum dies alles so lange dauert. Hoyer unterstreicht einmal mehr, dass benachbarte Ortschaften durch das Durchfahrtsverbot nicht mit zusätzlichem Verkehr belastet werden dürfen.

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