Nach Durchfahrtsverbot für Lkw-Transitverkehr
Umleitung über B 303 Prämisse

Das Lkw-Durchfahrtsverbot dürfe Nachbargemeinden nicht zusätzlich belasten, stellt 2. Bürgermeister Hoyer klar. Bild: jr
Politik
Waldsassen
13.09.2017
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Nicht nachvollziehen kann Karlheinz Hoyer wiederholt geäußerte Bedenken im Zusammenhang mit der inzwischen genehmigte Sperrung der Waldsassener Ortsdurchfahrt für den Lkw-Transitverkehr über 7,5 Tonnen. Diese könnte sich auf benachbarte Gemeinden negativ auswirken, so wird befürchtet.

"Ich möchte darauf hinweisen,dass bereits bei der Antragstellung darauf geachtet worden,dass benachbarte Ortschaften und Städte davon nicht betroffen bzw. diese nicht belastet werden", heißt es in einer Stellungnahme des 2. Bürgermeisters nach "... Diskussionen in verschiedenen öffentlichen Gremien."

Zuletzt war das Durchfahrtsverbot und die möglichen Folgen für die Nachbarn Thema in der jüngsten Sitzung des Mitterteicher Stadtrats. Voraussetzung dieser Beschränkung ist nach Aussage von Hoyer, dass bereits der gesamte Lkw-Verkehr von Eger weg über die Bundesstraße B303 zur Autobahnanschlussstelle nach Marktredwitz geleitet wird "... und somit keine Einreise in unseren Landkreis stattfindet."

Wenn also für Lkw ab 7,5 Tonnen die Einfahrt nicht erlaubt sei, "... so erübrigen sich auch Diskussionen über angebliche Schleichwege und Belastungen der umliegenden Städte und Ortschaften." So müsse analog bei der Autobahnausfahrt Mitterteich -Süd der Hinweis auf die Sperrung von Waldsassen und auf die Umleitung über Marktredwitz hingewiesen werden. "Aber dies alles ist von der zuständigen Verkehrsbehörde, dem Landratsamt Tirschenreuth, zu veranlassen", schreibt Hoyer.

Auch den beiden Abgeordneten Albert Rupprecht und Tobias Reiß wäre es ein großes Anliegen gewesen, dass keine weiteren Belastungen im Umfeld stattfinden dürften. Somit liege das Hauptaugenmerk der Beschränkungen bei der Zustimmung zur Sperrung bei den tschechischen Behörden. Sie seien dafür verantwortlich, dass den Grenzübergang Heiligenkreuz-Hundsbach keine Lkw über 7,5 Tonnen benutzen dürfen.

Jedem stehe das Recht zu über anstehende oder getroffene Angelegenheit zu diskutieren und berechtigte Einwendungen vorzubringen. "Aber versetzen Sie sich in unsere Lage und haben Sie Verständnis für das berechtigte Anliegen einer ganzen Stadt", schreibt Hoyer in Anbetracht der "menschenunwürdigen Verkehrsbelastung" durch den Transitverkehr - mit rund 700 Lastkraftwagen täglich.
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