09.08.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

SPD-Arbeitskreis im Feuerwehrgerätehaus Ehrenamt und modernste Technik

Wer jemals die Feuerwehr benötigt hat, der weiß auch ihre Arbeit zu schätzen - den hohen Ausbildungsstand, die umfangreiche Ausrüstung. Mitglieder des SPD-Ortsvereins sahen sich kürzlich im Gerätehaus um.

Das Feuerwehrhaus besichtigte kürzlich eine Delegation des SPD-Ortsvereins. Ortsvorsitzende Angela Baumgartner (5. von rechts) übergab den Einsatzkräften mit Kommandant Tobias Tippmann (links) an der Spitze als Dankeschön einen Gutschein für Getränke. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Der kommunalpolitische Arbeitskreises ließ sich kürzlich über die ehrenamtliche Arbeit informieren. Ehrenkommandant Hermann Müller, Kommandant Tobias Tippmann sowie Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer und Löschmeister Florian Meyer begleiteten die Besucher bei ihrem Rundgang.

Kommandant Tobias Tippmann schilderte detailliert den Ablauf der Alarmierung, die Fahrt zum Einsatzort und die ersten Aktionen der Feuerwehr vor Ort. Über zwei große Einsatzdisplays im Feuerwehrgerätehaus werden die ankommenden Aktiven auf einen Blick informiert. "Die Software dafür wurde selbst programmiert, um Kosten zu sparen", heißt es in der Pressemitteilung - mit einem Hinweis, dass die Teilnehmer der Führung davon sehr beeindruckt gewesen wären.

Während des Anlegens der Schutzkleidung seien der Einsatzort und das Einsatzschlagwort bekannt und "... jeder kennt sich aus", wie es hieß. Dies sei wichtig bei der Besetzung der Einsatzfahrzeuge. Im Anschluss stellte der Kommandant ausführlich die Einsatzfahrzeuge vor. Vom Einsatzleitwagen, über das Löschfahrzeug, Hilfeleistungs-Fahrzeug, Schlauchwagen, Gerätewagen, Mehrzweckfahrzeug bis hin zur neuen Drehleiter, die erst seit 2016 in Dienst stehe, konnte jedes Fahrzeug intensiv besichtigt werden. Die Fahrzeug- und Löschtechnik werde heutzutage immer mehr von moderner Technik geprägt.

Ausdrücklich lobten die Feuerwehrverantwortlichen den hohen Ausbildungsstand "ihrer Leute", die sich durch zahlreiche Fortbildungen und Übungen stets auf dem neuesten Stand befänden und mit der Technik sicher umgehen könnten. Jeder, der die Feuerwehr irgendwann einmal benötigt hat, wisse dies auch zu schätzen. In diesem Zusammenhang gelte es besonders hervorzuheben dass sowohl Einsätze, als auch Fortbildungen ehrenamtlich geleistet werden. So fänden Fortbildungen und Übungen nach Feierabend oder am Wochenende statt. Die aktiven Feuerwehrleute werden in ihrer Ausbildung über die Jugendfeuerwehr bereits an ihre späteren Einsätze herangeführt. Kinder und Jugendliche von 9 bis 15 Jahren können in der Jugendfeuerwehr erste Erfahrungen sammeln. Ab dem 16. Geburtstag bestehe die Möglichkeit an Einsätzen teilzunehmen (nicht in der Gefahrenzone), etwa um Einsatzorte abzusperren. Aus der Jugendfeuerwehr rückten genügend junge Kräfte nach, um die natürliche Fluktuation bei den Aktiven auszugleichen.

Auch die interkommunale und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickle sich positiv. So war die Waldsassener Feuerwehr im Juni in Eger beim Brand einer großen Lagerhalle im Industriegebiet nordöstlich von Eger im Einsatz (wir berichteten). Die Feuerwehrleute aus Eger halfen bei der Evakuierung des Seniorenheims in Waldsassen 2010.

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