17.12.2016 - 02:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

24-Stunden-Übung wie bei der Berufsfeuerwehr „Verschüttet“ unterm Schotter

Einsatzfahrzeuge von BRK und Feuerwehr eilen oftmals gleichzeitig zum Einsatzort. Beide Institutionen haben ein gemeinsames Interesse: Die kompetente Hilfe vor Ort. Diese übten Jugendrotkreuz und -feuerwehr jetzt über 24 Stunden - wie bei der Berufsfeuerwehr.

Waldsassener Nachwuchs-Rotkreuzler und -Feuerwehrler absolvierten gemeinsam eine 24-Stunden-Schicht. Bilder: hfz (2)
von Redaktion OnetzProfil

Damit es nicht nur theoretisch blieb, vertrauten die Organisatoren von Feuerwehr und Rotkreuz der Erfahrung des RUD-Teams (Realistische Unfall-Darstellung). "Sie ließen die Situation vor Ort möglichst echt aussehen", heißt es in der Pressemitteilung: Im Stadtbauhof Personen "verschüttet" unter Schottersteinen, zwei Personen in der alten Wernersreuther Straße nach einem Verkehrsunfall "eingeklemmt", zwei Personen mit "Stromschlag" beim Auspumpen eines Kellers. Hinzu kamen ein "Herzinfarkt", ein "Motorsägeunfall", eine "Rettungsaktion" mit Drehleiter, eine "Hüftfraktur".

Gleichwertige Partner

Wenn es erforderlich schien, waren sowohl Feuerwehrleute als auch Rot-Kreuz-Helfer gemeinsam im Einsatz. Das Ziel dabei war, den Jugendlichen und Schülern zu zeigen, dass während eines Einsatzes auf beiden Seiten eine möglichst strukturierte Zusammenarbeit gefordert ist. Dabei seien Feuerwehr und BRK im Einsatz keine Konkurrenten, sondern gleichberechtigte, kompetente und sich unterstützende Partner vor Ort.

Reinigungsaktion nach "Schichtende" Pflicht

Positiv waren die Rückmeldungen der Teilnehmer nach der Premiere vor zwei Jahren. Deshalb organisierten die Verantwortlichen von Feuerwehr und Rotkreuz eine weitere gemeinsame 24-Stunden-Schicht. 19 jugendliche Feuerwehranwärter und 8 junge "Rotkreuzler" sowie zahlreiche Helfer waren mit Eifer dabei. Teilnehmer der Schülergruppe durften nach dem Abendessen nach Hause. Der Rest stellte sich den noch kommenden Aufgaben. Die Einsatzzentrale der Feuerwehr koordinierte über Digitalfunk die "Notrufe". Bei der Feuerwehr durften sich die "Ausscheider der Jugendgruppe" als Einsatzleiter oder Gruppenführer erproben. Das BRK stellte für jeden Einsatz einen Mentor, der den "Sanitätern" den Umgang mit der Situation vor Ort lehrte. Unter dem Punkt Sicherheit standen auf beiden Seiten Beobachter und Helfer parat. Zum Bereitschaftsdienst gehörten in dieser "Schicht" auch die Kontrolle der Fahrzeuge bei Dienstantritt, theoretischer Unterricht, gemeinsames Essen und Abspülen, Sportübungen, Nachtruhe mit Frühsport, aber auch Geselligkeit und Kameradschaftspflege während der Freizeit bei Spielen oder beim Grillen. Das Reinigen der Unterkünfte, der sanitären Anlagen und der Fahrzeughalle waren zu "Schichtende" Pflicht. All das zwischen den Einsätzen und innerhalb von 24 Stunden, zwischen 10 Uhr morgens und 10 Uhr am darauf folgenden Tag.

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