13.02.2018 - 18:12 Uhr
Waldsassen

46. Faschingszug: Münchenreuther übertreffen sich selbst Buckelpiste und Frisör im Helikopter

Der 46. "Micharather Fosnatzug" übertrifft sich wieder selbst: Tausende Zuschauer lassen sich das bunte Spektakel am Faschingsdienstag nicht entgegen.

von Konrad RosnerProfil

Münchenreuth. "Die lassen sich immer etwas einfallen", bemerkte ein Besucher am Ende des Faschingszugs und meinte: "Einfach super!" 36 verschiedene Gruppen gestalteten das Ereignis, drei Musikkapellen - die Münchenreuther Bauernkapelle, die Stiftländer Jugend- und Blaskapelle und die Waldsassener Stadtkapelle - sorgten die musikalische Begleitung. Dabei verzichteten die Organisatoren aus dem Reihen des Schlüsselclubs auf die Beimischung von "Stierhoden und Bärnauer Gemeinderatswurzeln" sowie "rote SPD-Goasbäbberler" - wohl wegen der zu erwartenden Bitterkeit.

Aber sonst wurde kein Fettnäpfchen ausgelassen. Der "Micharather Zaubetrank" brachte wieder einiges hervor. So etwa die "Buckelpiste" in Waldsassen in der Mitterteicher Straße, oder "Tschieberls" Lkw-Verkehr-Ausbrems-Aktion: Er ist angeblich regelmäßig mit einem alten Bulldog auf der Bundesstraße durch Waldsassen unterwegs. Apropos Umgehung: Die Münchenreuther Maulwürfe werden aktiv und sorgen so für die Waldsassener Untertunnelung. Auch die Problematik der Feuchttücher in der Klosterstadt wurde thematisiert: "Wischt du feucht die Ritz'n, kommt der Klärwärter ins Schwitzen."

Aufgegriffen wurden auch die Schließung des Gymnasiums in Fockenfeld und das Feuer im Bärnauer Geschichtspark: "Wenn Kelten Feuer machen, gibt's nix zu lachen." Derbleckt wurden auch der nicht ganz freiwillige Abschied von Pfarrer Max Früchtl aus Wiesau und der auf Abwegen geratene Schwertransporter bei Fuchsmühl, als der "rasende Reporter" des Neuen Tages in Bedrängnis kam. Die eigenmächtige Tempo 30-Geschwindigkeitsregelung durch Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier war ebenso ein Thema, wie das Verbot eines ökumenischen Gottesdienstes beim Nordgautag in Wiesau. In Münchenreuth ging man noch einen Schritt weiter: Es gab einen Stand für katholische Bratwürste und einen Stand für evangelische. Einer fragte allen Ernstes, wo denn der Unterschied sei. Daraufhin der Münchenreuther: "Die Katholischen geben immer mehr Senf dazu."

Ein tolles Spaß-Thema kam aus Höflas. Dort ließ sich Peter Wenisch aus Konnersreuth wegen einer Wette drei Monate lang den Bart wachsen. Friseur Hans Preisinger aus Waldsassen, wurde dazu eigens mit dem Hubschrauber eingeflogen. Dies wurde im Faschingszug sensationell dargestellt: Preisinger saß sogar im "Helikopter". Nicht verschont blieb die Bezirkshauptstadt Regensburg und die Verbannung der Junggesellenabschiede - kurz JGA: "Besoffene Bräutigame, spinnende Bräute - Regensburg verbietet JGA-Meute".

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.