Amateurfunker im Stiftlandmuseum
Mit der Welt in Verbindung

Manfred Meier stellt am Funkgerät Verbindungen mit anderen Amateurfunkern her. Die Funkerkollegen Armin Lippert (links) und Konrad Schuller schauen ihm dabei interessiert über die Schultern. Bild: kdi
Vermischtes
Waldsassen
23.06.2017
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Auf engstem Raum provisorische Antennen: Zur Sonderausstellung "Rundfunk im Wandel der Zeit" haben Funkamateure im Ortsverband Stiftland des Deutschen Radio Clubs (DARC) im Innenhof des Stiftlandmuseums eine Vorführung zum Amateurfunk eingerichtet.

(kdi) Bei der Aktion im Stiftlandmuseum waren 108 Verbindungen in 22 Ländern hergestellt worden. Von Russland bis Kroatien war alles vertreten. Die Geräte einer deutschen Funkstation, die im hohen Norden bei Bremervörde erreicht wurde, waren auf einem Fahrrad montiert und damit mobil unterwegs. Manfred Meier, Ortsverbandsvorsitzender von Stiftland mit der Kennung "U23" dankt der Museumsleitung für die Unterstützung und die Möglichkeit sich präsentieren zu dürfen. Amateurfunk ist ein technisches Hobby, das sich mit den Möglichkeiten drahtloser Nachrichtenübertragung befasst. Funkamateure sind Leute, die sich in ihrer Freizeit mit Wellenausbreitung, mit dem Bau und Betrieb von Sendern und Empfängern, mit Antennen, Messgeräten und Zubehör beschäftigen. Die Probanden müssen nach einer Schulung bei der Bundesnetzagentur eine Prüfung ablegen und können mit dem sogenannten "Amateurfunkzeugnis" ein internationales Rufzeichen beantragen. Es berechtigt in der Regel auch zum Funkbetrieb im Ausland.

Der Amateurfunkdienst ermöglicht neben der Kommunikation mit anderen Funkamateuren weltweit ein weites Spektrum an technischen Möglichkeiten. Es ist immer wieder interessant, wenn man die Entwicklung der Aktivität - so bezeichnen die Funker ihren Einsatz - an einem meist in freier Natur aufgebauten Standort feststellen kann und sich fragt: "Was kann ich aus 2 mal 20 Meter Draht erwarten?"

So wurden kürzlich bei einer größeren Aktivität im tschechischen Naturschutzgebiet "Rathsam" nahe Hohenberg/Eger 315 Gegenstationen aus 30 Ländern erreicht. Seit 2010 wird im Ortsverband ein Großteil der Aktivitäten als Portabel-Betrieb durchgeführt. Neben einer Vielzahl von Antennen-Konstruktionen und Tests der effektiven Montagen wurden verschiedene Transportmöglichkeiten für Komplett-Stationen entworfen.

Ein umgebauter Trolly enthält neben einer 12 V-Autobatterie Antennen, Kabel und Werkzeug die komplette Funkstation und ist für Einsätze an entlegensten Stellen geeignet. In den vergangenen Jahren wurden damit bei 166 Portabel-Aktivitäten insgesamt 39 700 Stationen erreicht. (Info-Kasten)

Stiftländer für Notfunk-Einsatz gemeldetDen Strom für den Funkbetrieb liefern ausschließlich Batterien. In Kürze wollen die Stiftland-Funkamateure die Portabel-Ausrüstung zur Energieversorgung noch um ein Solarpanel erweitern. Der Ortsverband Stiftland hat auch Mitglieder für den Notfunk-Einsatz gemeldet. Mit den regelmäßigen Portabel-Aktivitäten wird dafür auch der schnelle Umgang und Einsatz der Ausrüstung immer weiter optimiert. Wer mehr über Amateurfunk wissen möchte kann gerne eine der Versammlungen im Gasthof der Familie Pirkl in Waldsassen besuchen oder sich im Internet über den Ortsverband informieren. (kdi)

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Weitere Informationen:

www.u23.de
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