27.02.2018 - 15:44 Uhr
Waldsassen

Arbeiter-Unterstützungsverein "Neue Glashütte": Niedrigzins bereitet Probleme

Schwierige Zeiten für den Arbeiter-Unterstützungsverein "Neue Glashütte": Die ausgezahlten Sterbegelder und die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind viel höher als die Einnahmen aus Beiträgen und Zinsen.

Der Vorstand des Arbeiter Unterstützungsvereins "Neue Glashütte", von links Karl-Hans Hofmann, Karlheinz Hoyer, Klaus Kastl, Klaus Rösch, Hans Grillmeier, Werner Danhof und Josef Schmid. Bild: kgg
von Autor KGGProfil

Dies zeigte der Bericht des Geschäftsführenden Vorstandes und Kassiers Karl-Hans Hofmann bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Schmid-Papierer. Bei den Neuwahlen unter Leitung von Lothar Holm wurden Klaus Rösch als Vorsitzender und Karlheinz Hoyer als Stellvertreter bestätigt. Karl-Hans Hofmann stellte sich aus privaten Gründen für das Amt des Geschäftsführenden Vorstandes nicht weiter zur Verfügung.

Nachdem im Vorfeld vom Vorsitzenden und auch während der Versammlung kein Nachfolger gefunden wurde, erklärte sich Hofmann bereit dieses Amt kommissarisch bis zur nächstjährigen Jahreshauptversammlung auszuüben. Werner Danhof und Josef Schmid wurden als Beisitzer sowie Klaus Kastl und Albert Kraus als Kassenrevisoren bestätigt. Hans Grillmeier ist weiterhin für die Bilanzerstellung zuständig.

517 Mitglieder

In seiner Begrüßung bedauerte Vorsitzender Klaus Rösch, dass nur 15 Mitglieder der veröffentlichten Einladung zur Jahreshauptversammlung gefolgt sind. Nach der Totenehrung rief Rösch als Schriftführer mit dem Protokoll die letztjährige Jahreshauptversammlung kurz in Erinnerung. Wie er im Vorstandsbericht ausführte, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Vorstandssitzungen abgehalten, bei denen von den Revisoren auch die Kasse überprüft wurde. Viel Zeitaufwand habe wiederum dem Online-Bankeinzug gegolten, sagte Rösch. Er appellierte in diesem Zusammenhang an alle Mitglieder, bei einem Konto- oder auch einem Wohnortwechsel die neuen Daten umgehend an den Vorstand weiterzuleiten. Zum Ende 2017 gehörten - nach dem Neuzugang von 8 Mitgliedern - 517 Mitglieder dem Verein an. Hinzu kommen hier noch 87 mitversicherte Ehemänner und 144 Ehefrauen. Der jährliche Sterbegeldbeitrag, der nur von Mitgliedern und nicht extra auch von Mitversicherten zu zahlen ist, beträgt 15 Euro. Ehegatten und minderjährige Kinder gelten als mitversichert.

Zwischen 18 und 40 Jahren

Beitreten können Personen zwischen dem 18. und 40. Lebensjahr die einen Bezug zu Waldsassen haben. Nähere Einzelheiten können unter Telefon 0 96 32/31 00 oder 09 632/88 111 eingeholt werden. Beim abschließenden Tagesordnung Wünsche und Anträge bedankte sich Klaus Rösch bei Karl-Hans Hofmann für das langjährige Engagement als Geschäftsführender Vorstand und sicherte für die kommende Zeit seine Unterstützung zu.

Weiter wurde über die Satzungsänderung diskutiert, die Neuwahlen nicht wie bisher jährlich, sondern im Turnus von zwei oder auch drei Jahren durchzuführen. Info-Kasten

Finanz- und Kassenbericht

Geschäftsführer und Kassier Karl-Hans Hofmann legte den anwesenden Mitgliedern einen ausführlichen Finanz- und Kassenbericht vor. Er verwies dabei auf die wiederum hohe Anzahl von Sterbefällen, die zusammen mit anderen Ausgaben zu einem Jahresverlust von 10 425,92 Euro beitrugen. Einnahmen aus Jahresbeiträgen der Mitglieder sowie Zinsen von insgesamt 12 073,92 Euro stehen Ausgaben - für Sterbegeld-Auszahlung, Versicherungsbetrieb und Verwaltung der Kapitalanlagen - in Höhe von 22 499,84 Euro gegenüber. Der Verein hatte 2017 insgesamt 20 Sterbefälle zu verzeichnen und diese machten die Auszahlung von 21 000 Euro an die Hinterbliebenen erforderlich - je Sterbefall 1050 Euro. Bei den Verstorbenen handelt es sich dem Bericht zufolge um 7 Männer und 12 Frauen sowie eine mitversicherte Ehefrau. Das Guthaben des Unterstützungsvereins betrug Ende 2017 exakt 306 674,39 Euro. (kgg)

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