Claudia Menne im Dialog mit dem DGB Kreisvorstand
Auf Stippvisite in der Klosterstadt

Claudia Menne (Vierte von links), Mitglied des DGB-Bundesvorstands, informierte sich im Stiftland über die Gewerkschaftsarbeit an der Basis. Begrüßt wurde sie von Kreisvorsitzendem Klaus Schuster (rechts). Mit im Bild neben den Vorstandsmitgliedern auch DGB-Sekretär Peter Hofmann aus Weiden (Zweiter von links). Bild: wro
Vermischtes
Waldsassen
13.09.2017
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Der Bundesvorstand des DGB fängt wieder ganz unten an. Die Vorstandsmitglieder besuchen Kreis- und Stadtverbände, um zu sehen, wie die Strukturen und die Arbeit vor Ort funktionieren. Für Claudia Menne bedeutet das eine mehrstündige Fahrt von Berlin nach Waldsassen.

"Wir sind stolz darüber, dass die Wahl auch auf uns gefallen ist", freute sich DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster. Er lud die Vorstandsmitglieder zum Informationsabend mit dem Gast aus Berlin ins Hotel "Zum ehemaligen Königlich-Bayerischen Forsthaus" (Pirkl) nach Waldsassen ein.

Zuvor war Menne mit einer Rikscha von Helmut Plommer rund 90 Minuten durch Stadtgebiet chauffiert worden. Stationen ihrer Rundfahrt waren unter anderem auch die Unternehmen Ghost, Kassecker und Lamberts. Beeindruckt zeigte sich der Gast auch von den Sehenswürdigkeiten in und rund um die Klosterstadt.

"Die Gewerkschaftsarbeit hier in Bayern ist sehr lebendig", lobte Claudia Menne. Den Einfluss der Gewerkschaften betrachtet Menne heute wichtiger denn je. "Kritisch verfolgen wir die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt", ergänzte das DGB-Bundesvorstandsmitglied. "Gute Arbeit, gutes Leben", meinte sie. Als schlechte Basis dafür bezeichnete sie das Ausufern der Leiharbeit.

Mit großer Sorge verfolge man auch die zeitlich befristeten Arbeitsverträge und schlechten Löhne. Hier müssten die Arbeitgeber sensibilisiert werden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund verlange langfristige Arbeitsverträge oder - besser noch - eine dauerhafte Beschäftigung in den Betrieben. "Die Mindestlöhne waren ein wichtiger Schritt", so die Sprecherin.

Den Tirschenreuther Funktionären legte sie ans Herz, dass sie schon die Jugend von der Arbeit des DGB überzeugen und für die Gewerkschaft gewinnen müsstn. Niemand dürfe behaupten, Gewerkschaften seien Dinosaurier. Menne sprach sich auch für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus. "Wir wollen den Kollegen auch über die Grenzen hinweg zur Seite stehen."

Die Arbeit der zurückliegenden Jahre im Kreis stellte Vorsitzender Schuster in einem Vortrag vor. Mit zahlreichen Bildern aus vergangenen Jahren erläuterte er die Aktivitäten des Kreisverbandes und nannte viele Daten und Fakten aus den zurückliegenden Jahren.
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