25.04.2018 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

CSU Waldsassen zieht Bilanz Mehr Nähe zu den Wählern

"Wir halten, was wir versprechen", betont Vorsitzender Markus Scharnagl selbstbewusst bei der Hauptversammlung der Waldsassener CSU. Sichtbar sei dies besonders dadurch: Die B 299 durch die Stadt ist für Lkw-Verkehr gesperrt.

Für 20, 30, 40 und 50 Jahre Treue wurden die Mitglieder des CSU-Ortsverbands Waldsassen geehrt. Es gratulierten Bürgermeister Bernd Sommer (hintere Reihe, von rechts), MdL Tobias Reiß, JU-Kreisvorsitzender Matthias Grundler, Stadtratsmitglied Jörg Wifling (hinten, Mitte) und Vorsitzender Markus Scharnagl (hintere Reihe, links). Bild: lue
von Lucia SeebauerProfil

"Das ist natürlich nicht die alleinige Leistung der CSU. Die Bürger haben eine unglaubliche Geschlossenheit an den Tag gelegt und mit ihrer Demonstration im vergangenen Jahr ein Zeichen gesetzt", erklärte Markus Scharnagl in seinem Jahresbericht. Seit vergangener Woche sind die Schilder aufgestellt: Durch Waldsassen dürfen keine Lastwagen über 7,5 Tonnen fahren.

Die Partei versuche, viele Projekte auf die Beine zu stellen. So habe sie sich auch die Breitbandversorgung der Dörfer auf die Fahne geschrieben, obwohl das nicht immer einfach sei: "Die besondere Lage von Querenbach erfordert eine besondere technische Lösung. Nun werden die letzten weißen Flecken im Gemeindegebiet mit Glasfasertechnik erschlossen." Weiter nannte der Vorsitzende die Sanierung des Bareuther-Geländes, den barrierefreien Umbau des Rathauses und die Erweiterung des städtischen Kindergartens.

Besonderer Höhepunkt war die Aktion "Koch Albert" mit MdB Albert Rupprecht im Kunsthaus. "In einer Diskussionsrunde erläuterte er das CSU-Wahlprogramm", so Scharnagl. Auch dieses Jahr - am 17. Juli - gibt es ein ähnliches Event mit MdL Tobias Reiß und Listenkandidatin Tanja Renner. Auf der Tagungsordnung stand die Wahl der Delegierten für die Europawahl 2019. Aus 24 Kandidaten wurden elf Delegierte und elf Ersatzleute für die besondere Kreisvertreterversammlung gewählt.

Das Ergebnis der CSU bei der Bundestagswahl schockierte die Mitglieder des Ortsverbandes Waldsassen, blickte der Vorsitzende zurück. Um wieder mehr Vertrauen zu gewinnen, setzt Scharnagl auf die Nähe zum Bürger. Der Ortsverband habe schon vor der Bundestagswahl Hausbesuche gemacht. Daran beteiligte sich die Junge Union: "Es war schwer, alle dazu zu animieren, aber wir hatten wirklich viele tolle Gespräche und es gab keine negativen Reaktionen", meinte JU-Vorsitzende Franziska Heindl. JU-Kreisvorsitzender Matthias Grundler unterstützte diese Haltung: "Wir sollten hemmungslos zu den Leuten hinausgehen." In seinen Grußworten empfahl er der Ortsgruppe, ansprechbar zu sein, das sei wichtig für die Landtagswahl. Vieles lebe die CSU in Waldsassen aber schon vor. "Waldsassen ist ein großer Aktivposten im Landkreis und Taktgeber für Ideen, was man alles erreichen kann", lobte Grundler.

Zahlreiche Ideen kämen vor allem vom ersten Bürgermeister Bernd Sommer. Dieser sieht die Parteiarbeit als Teamarbeit, die auch Spaß machen soll: "Jeder, der mitmacht, soll sich einbringen können." Derzeit sei der Ortsverband Waldsassen mit 165 Mitgliedern einer der stärksten im Landkreis. Davon seien 34 Damen in der Frauen-Union und 49 Mitglieder in der Jungen Union. Jedoch liege der Altersdurchschnitt derzeit bei 62 Jahren. Scharnagl freute sich daher vor allem über die Neuzugänge durch die JU. Diese lasse sich auch immer mal wieder was Neues einfallen, etwa für den Weihnachtsmarkt: "Wir machten eine Fotowand mit Beleuchtung. Dort konnte jeder seinen Kopf durchstecken und sich fotografieren lassen", berichtete Franziska Heindl. Elli Tippmann, Vorsitzende der Frauen-Union, blickte ebenfalls zurück: "Sehr gut besucht war der Vortrag von Dr. Elisabeth Eisner über Arthrose."

Gerade noch unterwegs mit Ministerpräsident Markus Söder in Flossenbürg, erschien etwas verspätet Tobias Reiß. Er hatte die Gedenkfeier im Hinterkopf und riet, die Reaktionen der AfD und ihrer Anhänger im Netz ernst zu nehmen. "Wir müssen uns davon genau abgrenzen und gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus eintreten."

Ehrungen bei der CSU

Für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielt Heike Rosner eine Ehrenurkunde. 30 Jahre dabei sind Josef Ernst, Monika Stich, Wilhelmine Schwegler, Wolfgang Kraus, Norbert Schmeller, Bernhard Lochner, Hans Grillmeier, Karl-Hans Hofmann, Helmut Männer und Sabine Schiml. Geehrt für 40 Jahre wurden Josef Weber, Josef Peter, Otto Döllinger, Wolfgang Engel, Hermann Döllinger, Gerhard Goblirsch, Hermann Zeidler, Siegfried Schatz, Georg Süss, Thomas Bergauer, Peter Minssen, Robert Bergauer, Josef Reindl, Anton Hart, Hans Zirlik, Ulrika Hart, Ludwig Johann Schicker; für 50 Jahre Konrad Ernstberger, Emmeram Ernstberger, Robert Treml, Bernhard Freundl und Josef Walenta. (lue)

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