06.07.2017 - 13:10 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Diepold-Brunnen am Johannisplatz Viel älter als bisher angenommen

Besonderheiten und Kleindenkmäler im Altstadtbereich erkundeten Interessierte bei einer etwas anderen Führung. Ausgangspunkt war am Basilikaplatz der Diepold-Brunnen.

Eine stattliche Teilnehmergruppe hatte sich kürzlich der Stadtführung "Kunstvolles Waldsassen" angeschlossen. Bild Josef Reindl/exb
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"Kunstvolles Waldsassen" - unter diesem Motto stand die Tour. Gerwigkreis-Vorsitzender Manfred Brunner stellte den Diepold-Brunnen kurz vor, der 1922 als Kriegerehrenmal entstanden ist. Heimatpfleger Robert Treml informierte die Besucher, dass dieser Brunnen eigentlich viel älter ist, als bisher angenommen und einen historischen Punkt markiert.

Die kurfürstlichen Verwaltung in Amberg hatte am 3. März 1617 angeordnet, den Brunnen im Kreuzgang des vormaligen Klosters "und die steinernen Trög" hierher zu versetzen, um dem Pfarrer und den umliegenden Bewohnern eine bessere Wassernutzung zu ermöglichen. Im 19. Jahrhundert mussten Wasser-Kufen bei dem Bassin platziert werden - als vorbeugenden Brandschutz, um sie bei Bedarf zum Brandherd zu schaffen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde bewusst dieser Punkt als Standort für ein Kriegerehrenmal genutzt, das seit 1983 als "Diepold-Brunnen" fungiert. Seit 1995 werden dort die Brunnen-Krippen präsentiert. Weitere Stationen waren die Ölberg-Tafel und der Pavillon beim Abteischloss, die Friedenssäule mit dem Wort "Friede" in 42 Sprachen, der Stiftsbrunnen und die Klostermauer in der Parkanlage Schwanenwiese sowie der Egerland-Brunnen von Günther Mauermann in der Egerer Straße. Der zweite Teil, den Schwester M. Sophia Schlembach begleitete, begann im Klosterhof vor dem "römischen" Brunnen, 2008 gestiftet von den italienischen Klosterfreunden.

Über die Muttone-Brücke ging's in den Klostergarten zur Gruft-Kapelle der 1873 verstorbenen Gräfin Amanda von Reigersberg und zum klösterlichen Friedhof. Auf dem Rückweg interessant die kleine, idyllisch gelegene "Waldkapelle". Den Abschluss bildete der Goetheplatz, wo 2004 zu Ehren des großen Dichters ein modernes Denkmal errichtet wurde.

Waldsassen im Wandel der Zeit

Die nächste Stadtführung am Freitag, 14. Juli, 17 Uhr, leitet Bürgermeister Bernd Sommer: "Waldsassen im Wandel der Zeit", so ist die Tour überschrieben. Der Bürgermeister erzählt von den Planungen und zeigt die bereits begonnen Projekte, etwa Mühlenviertel und Rathaus. Treffpunkt: Diepold-Brunnen am Basilikaplatz Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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