27.03.2018 - 20:00 Uhr
Waldsassen

Einblick in Wirtschaft und Recht Altes Geld und vegane Riegel

"Banküberfall" tönt aus dem Lautsprecher des CD-Players. Schüler stehen um einen Tisch und studieren das Gesellschaftsspiel Monopoly, andere sitzen zeichnend am Boden.

An einer der Stationen ging's um alte Geldscheine. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Es war ein eher ungewohntes Bild in der Realschule im Stiftland. Doch dieser Vormittag war ganz den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaft und Recht gewidmet, wobei die sechsten Klassen einen ersten Eindruck der zukünftigen neuen Fächer bekommen sollten.

Zu diesem Anlass hatte sich Wirtschaftslehrer Armin Nüssel einiges einfallen lassen. Zu Beginn erläuterte Bernd Fürbringer von der ortsansässigen Firma Kassecker anhand einer Großbaustelle, welche wirtschaftliche Grundbildung man auch im Bereich Bauwesen benötigt.

Sieben Stationen

An sieben Stationen erfuhren die Schüler, womit sich die beiden Fächer eigentlich beschäftigen. Und das machte sichtlich Spaß: Mit Unterstützung der "großen Profis" aus den neunten Klassen ordneten die Sechstklässler zum Beispiel die unterschiedlichen Rechtsgebiete anhand von Liedern - wie das der "Ersten Allgemeinen Verunsicherung" für Strafrecht - ein. Ein Schultisches verdeutlichte die verschiedenen Werkstoffe. Eine andere Gruppe lauschte derweil gespannt einem Vortrag zur Entwicklung des Geldes von der Steinzeit über Tauschwaren bis hin zum modernen Euro-Schein.

Auf dem Boden sitzende Schüler brachten gerade anhand eines Märchens einen selbst entworfenen Wirtschaftskreislauf zu Papier. In einer weiteren Ecke diskutierten einige Sechstklässer darüber, warum man sich unter Einbezug von Haushaltseinnahmen bzw. -ausgaben und persönlicher Notwendigkeiten nun für das teure oder günstigere Fahrrad entscheiden sollte.

Süße Versuchung

Ein zusätzliches Glanzlicht bildete die Station "Vermarkte dein eigenes Produkt": Dort stellten die Schüler einen Schokoriegel her, legten den Preis fest und vermarkteten danach die Ware. "Hier zeigt sich vor allem die Kreativität bei der Namensgebung und Werbung für die süße Versuchung", heißt es in der Pressemitteilung der Schule. "Doch auch die Preise der Konkurrenz müssen hierbei bedacht werden, nicht dass am Ende keiner die Leckereien kauft." Eine Gruppe warb sogar für einen veganen Schokoriegel. Als krönenden Abschluss erkundeten die Sechstklässler den eigentlichen Sinn der Spiele Monopoly und Siedler von Catan und begaben sich in den Spielanleitungen auf Spurensuche nach wirtschaftlichen Fachbegriffen.

Abrundend kürten die Wirtschafts-Neulinge dann noch ihre Lieblingsstation. Die aber solle, wie es in der Pressemitteilung heißt, an dieser Stelle geheim bleiben.

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