28.01.2018 - 17:14 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Fasching 60plus Wadlbeißer und Stadtmaus

Kaum mehr freie Plätze in der Stadt-Turnhalle. Markus Scharnagl und Annette Spreitzer-Hochberger führen beim "Fasching 60plus" durchs Programm. Ein Angebot mit tänzerischen und anderen Höhepunkten.

von Konrad RosnerProfil

Den Auftakt dazu bestreitet die sechsköpfige Kinder-Bauchtanzgruppe "Amirah", denen später orientalische Auftritte der Jugend-Bauchtanzgruppen "Bashira" und "Thurayya" folgten.

Gleich mit drei Garden war der Münchenreuther Schlüsselclub nach Waldsassen gekommen. Sowohl die kleine Prinzengarde als auch die "Cheerleader"-Truppe und die "Balerinas" zeigten, was im kleinsten Faschingsdorf Bayerns alles geboten wird. Mit dabei war auch das aktuelle Prinzenpaar Barbara I. und Christopher I. Ein großer Showblock während des Nachmittags, an dem beinahe ein Nonstop-Programm geboten war, gehörte den Tanzgruppen des TuS und des Gaudiwurms aus Mitterteich. Die Phönix-Garde und das Tanzmariechen Noemi vom TuS und die Mitterteicher Prinzengarde vom Gaudiwurm zeigten ihre neuesten Tänze. Auch das Männerballett "Wadlbeißer" durfte nicht fehlen, ehe zum Abschluss die Tanzgruppe "X-Dream" des Gaudiwurms und die Tanzgruppe "Phönix" vom TuS tolle Shows auf das Parkett legten.

Tanzen und schunkeln

Die Mitterteicher hatten auch alle drei Prinzenpaare mitgebracht, an der Spitze das Prinzenpaar Daniela II. und Andreas I. Für die entsprechende Unterhaltungsmusik zwischen den Tanzauftritten sorgte der Musiker Karl Gleißner aus Tirschenreuth. Getanzt und geschunkelt wurde jedenfalls sehr viel.

Ein weiterer Höhepunkt des Seniorenfaschings war der Auftritt von "Stadtmaus" Rosemarie Selch, die manche lokale Begebenheit noch einmal neu aufrollte. Dabei sprach sie die Hoffnung aus, dass der heilige Aloisius endlich einmal München verlasse und nach Waldsassen kommt, damit hier die göttliche Eingebung endlich komme. Lob galt den vielen Waldsassener Senioren, die auf Draht seien und viele Ehrenämter übernehmen.

"Ein bisschen Solidarität"

Nicht verstehen konnte sie den Aufschrei der Bürgermeister von Tirschenreuth und Mitterteich, als bekannt wurde, dass Waldsassen für den Lkw-Verkehr gesperrt werde. "Ein bisschen Solidarität mit Waldsassen würde nicht schaden. Denn wir haben diesen Verkehr schon jahrelang". Kritik übte sie auch am endlos langen Rathaus-Umbau: "Der zieht sich hin, nicht dass es so geht wie in Berlin". Viel Lob gab es für Bürgermeister Bernd Sommer als auch für die "Power-Frau", Äbtissin Laetitia: "Beide bauen ohne Geld, aber es funktioniert". Bei der Stadt werde sogar die Verschuldung geringer; dies werde wohl am heiligen Josef liegen, mutmaßte die Stadtmaus.

Voller Vorfreude blickte sie auch schon auf die Landesgartenschau 2024 "Waldsassen blüht auf", aber auch mit etwas Wehmut auf Pfarrer Thomas Vogl: "Hoffentlich bestellen sie ihn nicht nach Rom als Ersatz für Kardinal Müller in der Glaubenskongregation".

Beide bauen ohne Geld, aber es funktioniert."Stadtmaus" Rosemarie Selch über die Äbtissin und den Bürgermeister.
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