Feuerwehreinsatz in Waldsassen
Mit Blaulicht zur Basilika

Mit einem Löschzug eilte am Donnerstag die Feuerwehr Waldsassen mit Blaulicht und Martinshorn zur Stiftsbasilika. Bei Bauarbeiten im mittleren Bereich des Turmes hatte ein Balken zu glimmen begonnen. Bilder : tr (2)
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Waldsassen
07.09.2017
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Ein kompletter Löschzug der Feuerwehr eilt am Donnerstag mit Blaulicht und Martinshorn zur Basilika. Und dies ist keine Übung. Bei Bohrarbeiten im Turmbereich beginnt ein Balken zu glimmen. Schnelles Handeln der Arbeiter und der Feuerwehrmänner verhindert Schlimmeres.

Einen Brandschaden unmittelbar nach der Generalsanierung, den braucht nun wirklich niemand. Gegen 14.45 ging der Notruf bei der Feuerwehr ein, um 15.20 Uhr war der Einsatz zu Ende. Kirchenpfleger Martin Rosner ist auch bei der Feuerwehr und war selbst als Einsatzleiter vor Ort. Dass praktisch kein Schaden entstanden sei, habe man auch den Arbeitern zu verdanken, die, als sie den Brand rochen, das Bohrloch gleich mit dem Feuerlöscher bearbeiteten. Die acht Einsatzkräfte der Waldsassener Wehr stellten mit einer Wärmebildkamera fest, dass an der Glimmstelle die Temperatur immer noch erhöht war und füllten das Bohrloch mit Löschschaum.

Perfekter Blick

Um einen perfekten Blick auf die Glimmstelle zu haben, zweckentfremdeten sie eine Kanalkamera und schauten sich die Stelle aus nächster Nähe an. Mehrere Salven mit Löschschaum lösten schnell das Problem. Eine Stunde nach dem Einsatz machte sich der Einsatzleiter noch einmal selbst ein Bild vom Zustand des Balkens. Das Bohrloch wurde noch einmal mit Löschschaum geflutet. Die Arbeiter, welche die beiden Türme derzeit mit Stahlankern statisch absichern, kommen erst am Montag wieder auf die Baustelle.

Mesner gefragt

Mesner Michael Burger wird die Bohrstelle im Turm das ganze Wochenende über mehrmals überprüfen. Aber Martin Rosner ist guter Dinge, dass die Gefahr gebannt ist. Das gleiche Problem ist vor längerer Zeit bereits schon einmal bei Sicherungsarbeiten im Außenbereich aufgetreten. Laut Rosner liegt das daran, dass trocken gebohrt wird und der Staub durch Einblasen von Luft entfernt wird.

Durch die Hitze, die beim Bohren entsteht, könne ein 300 Jahre alter, völlig ausgetrockneter Balken durchaus einmal zu glimmen beginnen. Und wenn dann die Funken noch Nahrung durch Frischluft erhalten, könne es schon gefährlich werden.
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