Gemeinsame Übung der Reservisten mit dem THW Marktredwitz
Reservisten schlagen Brücken

Die Reservistenkameraden und THWler mit allen Helfern auf der Behelfsbrücke
Vermischtes
Waldsassen
21.08.2017
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Das erste Widerlager ist fast fertig

Als am Ende alle Beteiligten auf dem frisch errichteten Bauwerk stehen, ist klar: Belastungstest bestanden. Das Biwak der Reservisten bringt ein stabiles Ergebnis - und ein etwas wackliges.

Groß ist das Engagement der Reservistenkameradschaft. Beim traditionellen Lager demonstrierten sie am Wochenende ihre Einsatzbereitschaft mit Übungen aus dem Bereich der Katastrophenhilfe. Dazu waren neun aktive Reservisten sowie ein Zug des Technischen Hilfswerks (THW) Marktredwitz angetreten, das seine Ausrüstung zur Verfügung stellte.

Am frühen Samstagmorgen fuhren die Lastwagen mit den benötigten Gerätschaften auf dem Festplatz vor. Mit Hilfe eines Modulgerüstes sollte eine Überquerung der Wondreb ermöglicht werden. Vorteilhaft sind dabei die vielseitigen und vergleichsweise leichten Einzelteile. So entstand unter Anleitung eines THW-Truppenführers mit tatkräftiger Hilfe der Reservisten in relativ kurzer Zeit eine 18 Meter lange Notbrücke für Fußgänger.

Nachdem am ersten Widerlager durch zwei mit jeweils 750 Liter Wasser gefüllte Gegengewichte geschaffen waren, wurden im freien Vorbau die Brückenfelder der Reihe nach ergänzt, bis das gegenüberliegende Widerlager erreicht war. Als dann noch die Schutzgeländer eingehängt waren, folgte sogleich eine Belastungsprobe mit allen Beteiligten für das Erinnerungsfoto.

Geschick nötig

Ein zusätzliches Übungsobjekt war der Bau eines 20 Meter langen Seilsteges. Derartige Brücken werden vor allem im Krisengebieten benötigt, wenn wichtige Übergänge zerstört sind. Auch dabei leisteten die THW-Leute tatkräftige Unterstützung und brachten das nötige Know-how ein. Als Widerlager und für die Aufhängung der Tragseile waren zunächst vier aus Baumstämmen zusammengebundene Dreibeinpylone zu errichten. An die darüber gespannten Drahtseile mussten die einzelnen Stegfelder, nach und nach angehängt, Zug um Zug über die gesamte Länge vorgezogen werden. Wenn die ganze Konstruktion auch etwas wackelig war, sie hielt den Belastungsproben stand. Während der Seilsteg nur von geschickten Einzelpersonen benutzt werden kann, verfügt die Brücke aus Stahlgerüstteilen über eine größere Tragkraft.

Lob für Organisatoren

Nach der Fertigstellung der Wondreb-Brücke hoben sowohl Kreisorganisationsleiter Günther Bogner (Stabsfeldwebel der Reserve) als auch Reservisten-Kreisvorsitzender Manfred Zettl (Stabsfeldwebel d. R.) die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Bundeswehr mit zivilen Hilfsorganisationen hervor. Sie dankten den Organisatoren aus den Reihen der Reservisten, Michael Filchner (Hauptfeldwebel d. R.) und Bruno Salomon (Unteroffizier d. R.). Bei der Gelegenheit stellte sich auch der neue Feldwebel für Reservistenarbeit in der Kreisgruppe Oberpfalz-Nord, Huberth Rosner aus Tirschenreuth, vor (wir berichteten).

Nach schweißtreibender Montage - lediglich unterbrochen von einer Mittagspause, zu der die THW-Frauen eine Schaschlikpfanne zubereitet hatten - mussten die Konstruktionen wieder abgebaut und für die nächsten Einsätze auf die Lkws verladen werden.

Biwak bei Wernersreuth

Nachdem auch dies geschafft war, ging es zum Biwakplatz an der Allerheiligen-Kirche nahe Wernersreuth, wo am Abend die Einsatzübung mit einem Gottesdienst und einem Beisammensein mit der Bevölkerung den Abschluss fand.
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Günter Bogner aus Weiden in der Oberpfalz | 22.08.2017 | 16:38  
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