16.03.2018 - 20:00 Uhr
Waldsassen

Gerwigkreis kümmert sich um kleine aber wichtige Aufgaben Ein Euro pro Buchstabe

CM-Steine

CM-Steine - CM das steht für Curiae Marca - sind Marktrain-Steine aus Granit. Die Grenzsteine der Hofmarks-Begrenzung sind überwiegend gekennzeichnet mit den Buchstaben "CM" und der jeweiligen Nummer. Laut Denkmalliste sind neben dem Stein in der Mitterteicher Straße weitere an der früheren Bahnlinie Wiesau-Eger und an der Eichendorffstraße erhalten. Von den ursprünglich 70 Steinen sind drei im Stiftlandmuseum. In der Flur rings um Waldsassen sollen noch die Nummern 1, 2, 8, 9, 14, 23, 25, 27, 28, 35, 39, 50, 59 und 69 erhalten sein. (pz)

Der Jahresbericht füllt ein mehrseitiges Geheft. Nicht immer weltbewegend sein mag die Arbeit. Wertvoll ist sie dennoch - im konkreten Fall erledigt von ehrenamtlich engagierten Helfern.

Der erste von einst 70 CM-Steinen an der Mitterteicher Straße ist jetzt mit einer Edelstahl-Platte gekenntzeichnet. Bilder: pz (2)
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Die "Gerwig-Kreis-Information" teilten Vorsitzender Manfred Brunner und Stellvertreter Gerhard Paintner bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Gasthaus Prinzregent Luitpold den Mitgliedern aus. Sie hatten zuvor den Inhalt von Brunner und den Sachgruppen-Leitern vorgetragen bekommen. Josef Reindl informierte über die Aufgaben in den vergangenen Monaten. Dabei verwies der Leiter der Gruppe Kleindenkmalforschung auf die Erneuerung des Chronik-Steins vor der Glück-Villa: Die Buchstaben seien nun neu ausgemalt und wieder besser lesbar.

Allerdings hätte die Aktion ihren Preis gehabt: 300 bis 400 Euro, so Reindl über erste Schätzungen, hätte die Renovierung der Steintafel kosten sollen. Dann habe sich gezeigt, dass pro Buchstaben der Schrift 1 Euro zu veranschlagen wäre - bei 1000 Buchstaben. Reindl verwies auf die Unterstützung der Stadt Waldsassen, die einen Großteil der Kosten übernommen habe. Dass sich der Gerwig-Kreis mit einer Spende beteiligt hatte, war später im Bericht von Schatzmeisterin Silvia Engel zu hören.

Josef Reindl verwies auf eine weitere Neuerung - in der Mitterteicher Straße an der Granit-Mauer des Notariats, der früheren Bareuther-Villa. Dort ist der sogenannte CM-Stein Nummer 1 zu finden. Eine Edelstahl-Platte mit Inschrift erläutert den Hintergrund. Mitarbeiter des Stadtbauhofs hatten erst vor wenigen Tagen die Tafel an der Mauer befestigt. Robert Treml hatte zuvor bei Notarin Berta Taubeneder-Burge die Erlaubnis dafür eingeholt. Info-Kasten

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