Geschäftsführer-Posten wird zum 1. Februar neu besetzt
Joseph hat wieder geholfen

Mit der jetzt gefundenen Konstellation sieht Äbtissin Laetitia Fech gute Voraussetzungen, dass sich das Kultur- und Begegnungszentrum (Bild) und Umweltstation gut weiterentwickeln können. Archivbild: Grüner
Vermischtes
Waldsassen
24.12.2016
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Hubert Kellner soll für eine gewisse Zeit Geschäftsführerin Johanna Härtl zur Seite stehen. Bild: hd

Den Job bekommt eine junge Frau aus der Region. Ihr zur Seite steht - zumindest für eine gewisse Zeit - ein externer Berater. Der soll vor allem die Teambildung in der Geschäftsstelle der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum fördern.

"Freude" - so beschreibt Johanna Härtl auf NT-Anfrage kurz und knapp ihre Gefühlslage nach dem Anruf von Äbtissin Laetitia Fech. Sie habe ihr Glück gar nicht fassen können, bestätigt auch die Ordensfrau und verrät, dass die ausgewählte Kandidatin zweimal nachgefragt hat: "Ist das wirklich wahr?" Die Liebensteinerin, Jahrgang 1989, wird zum 1. Februar 2017 die Stelle als Geschäftsführerin der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen antreten. "Ich freue mich, dass es eine Frau ist", sagt Schwester Laetitia über die Wahl. Sie war nach weiteren Vorstellungsgesprächen am Dienstag getroffen worden. Denn zuvor hatten zwei ausgewählte Kandidaten nacheinander aus persönlichen Gründen wieder zurückgezogen. Bei den Gesprächen dabei: Äbtissin, Bürgermeister Bernd Sommer (Vorsitzender des Stiftungs-Vorstands), Professor Clemens Geißler. Am Freitag stellten Äbtissin und Bürgermeister die Qualifikation von Johanna Härtl heraus: Sie erwarb an der Universität Augsburg den Bachelor in Geografie und beendete an der TU München ein Studium "Umweltplanung" und "Ingenieur-Ökologie". Daneben ist Johanna Härtl zertifizierte Umwelt-Managerin und nennt Fotografieren als ihr Hobby.

"Wir sind guter Hoffnung und dankbar", sagt Schwester Laetitia. Sie ist mit dem Bürgermeister rückblickend fest überzeugt: Dass die richtige Bewerberin für die Geschäftsführung nicht auf geradem Wege gefunden worden ist, "hat so sein müssen", wie es Sommer formuliert. Die Äbtissin verweist auf bewährte Unterstützung: "Alle Bewerbungen hat er unter seinen Füßen gehabt", so die Äbtissin über den Heiligen Joseph. Den bindet die Ordensfrau bekanntlich bei Problemen ein - und schiebt entsprechende Schriftstücke unter die Statue im Büro.

"Wir trauen es ihr zu"

Die Bodenständigkeit und die Verwurzelung mit der Heimat von Johanna Härtl, die aus einer Landwirtschaft stammt, habe beeindruckt, erzählt Schwester Laetitia. "Wir trauen es ihr zu", ergänzt Bernd Sommer. Teambildung - "... damit die Gruppe zusammenwächst" - und Menschenführung seien in dieser Aufgabe wichtig. Darin aber könne Johanna Härtl als Berufseinsteigerin noch wenig Erfahrung haben. Deshalb setzen Sommer und Schwester Laetitia auf einen Berater an der Seite von Johanna Härtl, "... der auch ein starkes Wort führen kann", wie es Sommer formulierte: "Ich kam sehr schnell auf Hubert Kellner." Der frühere Waldershofer Bürgermeister stünde der Stiftung auch für diese Aufgabe zur Verfügung. Einzelheiten müssten aber noch geklärt werden. Vor allem Kellners Kontakte zur Regierung wären eine Hilfe für die Stiftung, wie es hieß. "Diese Konstellation könnte nach unserem Gefühl eine gute sein", sagt die Äbtissin. "Mir liegt äußerst viel an einem weiteren Gedeihen des Kultur- und Begegnungszentrums und der Umweltstation." Die Einrichtung sei Zukunftsprojekt - für die Fortsetzung bewährter Angeboten und das Erschließen neuer Wege.

Alle Bewerbungen hat er unter seinen Füßen gehabt.Äbtissin Laetitia Fech
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