05.07.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Grenzüberschreitendes Kunstprojekt "Augen-Blicke" für Zauberwald

Augen-Blicke. Sehen und gesehen werden. Blicke finden sich. Auf den Spuren moderner Kunst: Unter diesem Motto präsentieren sich die Kunstobjekte der Realschule im Stiftland farbenfroh im neu eröffneten Zauberwald bei Eger entlang des Stausees Skalka.

Bei der Eröffnung des grenzüberschreitenden Kunstprojekts im "Zauberwald" mit Schülern der Realschule im Stiftland, von links Bürgermeister Bernd Sommer und Direktorin Kerstin Janke sowie von rechts Michal Pospísil von der Stadtverwaltung Cheb und Birgit Plößner, Realschule im Stiftland. Bild: exb
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In diesem Schuljahr beteiligte sich die Realschule im Stiftland an einem grenzüberschreitenden Kunstprojekt mit Tschechien (wir berichteten). Im Anschluss an das ehemalige Gartenschaugelände der Stadt Eger wird das Naherholungsgebiet um einem "Zauberwald" mit vorangestelltem Labyrinth und Hängebrücke erweitert. Jetzt ist das Areal entlang des Stausees Skalka eröffnet worden.

Seit Ende Januar haben die Realschüler der fünften Klassen im Rahmen des Kunstunterrichts Gesichter nach den Grundsätzen moderner Kunst entwickelt. Jetzt wurden diese Kunstwerke unter Mitwirkung der Schüler vor Ort installiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Weithin leuchten die vielfarbigen und farbenprächtigen Gestalten zwischen Blättern und Baumstämmen hindurch. Die abstrakten Gesichter haben Anziehungskraft und fordern den Betrachter zu Blickkontakt und gedanklichem Dialog heraus.

Verzaubertes Waldgebiet

11 Schulen und Einrichtungen auf deutscher und tschechischer Seite waren an der Erstellung der Kunstobjekte für das länderübergreifende Projekt beteiligt und präsentieren ihre Ergebnisse gekonnt im Land-Art-Stil während eines Rundganges im "Zauberwald". Informationstafeln markieren auf zwei Seiten den Beginn des verzauberten Waldgebietes und ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Expertisen bei den einzelnen Kunstwerken geben weitere Informationen und laden zum Verweilen ein.

Die Eröffnungsfeier startete mit einer Ballettaufführung verzauberter Waldfeen. Anschließend begrüßte Vizebürgermeister Zdenek Hrkal alle anwesenden Gäste und freute sich, das ehemalige Gartenschaugelände um ein Naherholungsgebiet erweitern zu können und wünschte dem Projekt viele Besucher und Bewunderer beider Länder. Bürgermeister Bernd Sommer aus Waldsassen lobte das gelungene Naherholungsgebiet, das sich unterhalb des Radweges zwischen Eger und Franzensbad erstreckt und damit auch ein ideales Ausflugsziel für deutsche Wanderer und Radfahrer darstellt.

Gegenseitige Annäherung

Realschuldirektorin Kerstin Janke betonte, dass dieses Projekt deutlich mache, wie gut die Zusammenarbeit beider Länder mittlerweile fortgeschritten sei und wie wichtig es für deutsche Schüler sei, positive Erfahrungen mit Gleichaltrigen aus dem Nachbarland zu machen. Dies fördere die gegenseitige Annäherung sowie freundschaftliche Beziehungen. Die Realschule im Stiftland bemühe sich darüber hinaus intensiv um den Abbau der Sprachbarriere, da sie Tschechisch bereits ab der 5. Jahrgangsstufe fest für alle Schüler in den Fächerkanon integriert habe.

Das Angebot über die Talentklassen vertiefe die Sprachkenntnisse dann ab der 7. Jahrgangsstufe und münde im Sinne einer zweiten Fremdsprache in die Zusatzprüfung zur Mittleren Reife. Diese Qualifikation stelle eine Zugangsvoraussetzung für die allgemeine Hochschulreife dar. (Terminkalender)

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