09.12.2016 - 02:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Haus an der Liststraße Gefahr noch nicht gebannt

Keine Fortschritte beim einsturzgefährdeten Haus an der Ecke Liststraße/Otto-Freundl-Straße: Nach einem Monat darf das Gebäude immer noch nicht betreten werden. Ein Gutachten zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Weiterhin einsturzgefährdet ist das Haus an der Ecke Liststraße/Otto-Freundl-Straße. Bild: tr
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Die Mieter, die ihre Wohnungen im einsturzgefährdeten Haus am 3. November Hals über Kopf verlassen mussten, haben neue Bleiben gefunden. Nach der Evakuierung (wir berichteten) hatten sie in einer Stadtwohnung Unterkunft gefunden. Dort lebten sie jetzt etwa einen Monat lang kostenlos.

Noch Möbel im Haus

In ihre angestammten Wohnungen konnten sie nicht zurück, weil eben das Haus einsturzgefährdet ist. Dort stehen aber immer noch die Möbel der Mieter, so dass ein Umzug in andere Wohnungen zuerst unmöglich schien. Da bewiesen die Verantwortlichen bei der Stadt zum zweiten Mal ein Herz und waren bei der Beschaffung neuer Möbel behilflich - die Voraussetzung, dass die Leute zum 1. Dezember ihre neuen Wohnungen beziehen konnten.

Bleibt die Frage, wie es jetzt mit dem Haus weitergeht. Dazu erklärt der Pressesprecher des Landratsamtes, Walter Brucker, dass aktuell ein Gutachten eines Marktredwitzer Büros vorliege. Darin heiße es, dass es vorerst ausreiche, im Kellerbereich tragende Teile mit Stützen zu stabilisieren. Wäre das erledigt, spräche nichts dagegen, die Möbel der ehemaligen Mieter abzutransportieren.

Zwei Wochen Frist

Für entsprechende Maßnahmen habe der Inhaber, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, zwei Wochen Zeit. Techniker des Bauamtes würden dann die Sicherungsmaßnahmen begutachten. Passiere allerdings nichts, behalte sich das Landratsamt vor, eine etwaige Ersatzvornahme zu leisten.

Bürgermeister Bernd Sommer hat mit dem Besitzer des angrenzenden Hauses an der Liststraße gesprochen. Der erzählte ihm, dass sein Haus schon vor der Erbauung des betroffenen Gebäudes gestanden habe. Deshalb teilten sich die beiden Häuser auch keine Wände, so dass für das Nachbarhaus keine Gefahr bestehe.

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