In der Basilika Waldsassen
Tradition zur Christmette

Unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter (rechts) gestaltet der Basilikachor das Jahr über Sonntag für Sonntag den Hauptgottesdienst in der Basilika. An Heiligabend zur Christmette wird traditionell die Kempter-Messe musiziert. Bild: kro
Vermischtes
Waldsassen
23.12.2016
164
0

Sicher wie das sprichwörtliche "Amen in der Kirche" kommt das Werk aufs Programm. Seit Jahrzehnten wird es in der Basilika zum Mitternachts-Gottesdienst aufgeführt.

"Es gibt gewisse Traditionen", sagt Sagstetter über die Pastoralmesse in G-Dur von Karl Kempter (1819 - 1871). Sie werde in der Basilika gesungen, "... so lange ich da bin", sagt der gebürtige Niederbayer. 2000 trat er als 26-Jähriger seinen Dienst in Waldsassen an. Und auch schon in den Jahren zuvor, als Anton Zimmert den Chor leitete, stand Kempters Werk - unter Mitgliedern des Basilikachores auch als "Lebkuchen-Mess" bekannt - auf dem Programm. Aufzeichnungen besagten, dass dies bis zurück in die 70er Jahre so gewesen sei. "Bei uns ist es so, dass der Pfarrer und ich das miteinander entscheiden", sagt Sagstetter über die Auswahl des kirchenmusikalischen Programms über Weihnachten. Klar ist dabei aber stets, dass die Messe zur Christmette erklingt. Sagstetter unterbreitet Pfarrer Thomas Vogl jeweils einen Vorschlag und eine Arbeitsvorlage. "Dann setzen wir uns zusammen machen das fertig. Große Diskussionen gibt's da aber nicht", sagt Sagstetter. Bei diesen Dingen, sagt der Kirchenmusikdirektor, gebe es zwischen ihm und dem Pfarrer immer Konsens. Seit einigen Jahren regelmäßig am ersten Weihnachtsfeiertag in der Basilika musiziert wird die Pastoralmesse in F, op. 147 (für Soli, Chor und Orchester) von Anton Diabelli (1781-1858). Der Chor der Basilika hatte sie einst einstudiert und damit Stadtpfarrer Thomas Vogl einen besonderen Wunsch erfüllt.

"Sie ist für mich Erinnerung an meinte Kinder- und Jugendzeit", erklärt Pfarrer Vogl: Die Orchestermesse war in Vogls Heimatkirche in Neukirchen/Hl. Blut regelmäßig am ersten Feiertag gesungen worden. Für Pfarrer Vogl ist es ein charakteristisches und besonderes Werk. Es lasse wegen des heimatlichen Bezugs weihnachtliche Gefühle und Erinnerungen stark präsent werden. (Info-Kasten/Terminkalender)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.