Interesse am Kräuterführer-Lehrgang ungebrochen
Von und mit der Natur leben

Teils von weit her kommen die Teilnehmer des neuen Kräuterführer-Lehrgangs - im Bild mit (sitzend, von links) Brigitte Sommer, Johanna Härtl, Äbtissin Laetitia Fech und Bürgermeister Bernd Sommer bei der Eröffnung. Bild: kgg
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Waldsassen
02.05.2018
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Das Interesse an der Ausbildung zum zertifizierten Kräuterführer im Jahresprogramm der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum (KuBZ) Abtei Waldsassen ist weiterhin ungebrochen. "Hahn im Korb" unter 23 teilnehmenden Frauen ist Martin Härtl aus Landshut. Johanna Härtl freute sich beim Auftakt bei einem Glas Sekt über die wiederum große Resonanz. Die Leiterin des Kultur- und Begegnungszentrums und der Umweltstation ging auf die Themenbereiche und die Referenten im Lauf des 125 Unterrichtsstunden umfassenden Kurses ein.

Bürgermeister Bernd Sommer begrüßte als Stiftungsrats-Vorsitzender des KuBZ die Teilnehmer und unterstrich die gut harmonierende Zusammenarbeit zwischen Kloster und Stadt. Sommer gratulierte den Teilnehmern zu deren Entscheidung, sich als Kräuterführer ausbilden und sich in die frühere - die Gesundheit fördernde - Wissenskunst einführen zu lassen. Der Bürgermeister riet den Teilnehmern, sich in der Freizeit von der Klosterlandschaft, die die Stadt heute mit prägt, inspirieren zu lassen. Hier könne man auch heute "... von und mit der Natur zu leben" und viel lernen. Sinn und Zweck sei es die Schöpfung zu bewahren, sagte Sommer. Er wünschte den Teilnehmern, dass sie vieles über die heilsamen Kräuter erfahren und sich zu Eigen machen. Wie Sommer sagte, habe er in seinem Unwissen zum Beispiel den Giersch in seinem Garten als Unkraut bekämpft und heutzutage schätzen gelernt. Äbtissin Laetitia Fech gratulierte in ihrer Begrüßung die Kursteilnehmer gleichsam dazu, dass sie "im Schatten des Klosters Waldsassen" mit seiner Umweltstation diese Ausbildung machen. Man werde sich der fast vergessenen Tradition der Kräutergärten in Klöstern und diesen Schätzen wieder mehr bewusst. Es gebe kein Benediktiner- oder Zisterzienserkloster, in dem es nicht auch einen Kräutergarten gibt. Die Äbtissin erinnerte daran, dass in Waldsassen an diese alte Tradition wieder angeknüpft wurde und hier zwischen 1998 und 2004 die Umweltstation entwickelt worden sei. In Absprache mit ihr, so die Äbtissin, habe Marco Werner mit der Ausbildung zum "Zertifizierten Kräuterführer" begonnen. Historische Recherchen über das Heilpflanzenwissen früherer Zeiten - ergänzt vielleicht durch umfassende wissenschaftliche Studien, aber auch durch die heute vielfach verdrängte spirituelle Qualität der europäischen Klosterheilkunde - eröffneten neue Blicke für das Wesen der Pflanze und für ihr präventives und therapeutischen Potenzial. Anschließend informierte Johanna Härtl bei einer Kaffeepause mit Kennenlernen über Einzelheiten des Kurs-Ablaufs. Abgerundet wurde der erste Tag mit einer Führung durch den Garten der Umweltstation mit Referentin Petra Stark.
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