Kunsthaus als Trauungsort
Ja-Wort in kunstvollem Ambiente

Nach der Trauung überraschten die Gäste das glückliche Brautpaar mit einem Luftballonregen von oben herab. Das gefiel auch Standesbeamtin Beatrix Rustler.
Vermischtes
Waldsassen
29.08.2017
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Bürgermeister Bernd Sommer hat es schon zwei Mal getan, Standesbeamtin Beatrix Rustler mindestens ebenso oft: Fünf Trauungen hat das Kunsthaus bis jetzt hinter sich. "Und es können gerne mehr werden", sagt der Bürgermeister.

Gründe, um kreativ zu werden, gibt es im Leben genug. Deshalb sind im Kunsthaus Waldsassen längst nicht mehr nur die Künstler kreativ. Beatrix Rustler freute sich erst kürzlich, bei einer standesamtlichen Trauung von Musik und Kunst sprechen zu können. "Auch eine Ehe ist eine Kunst", bemerkte sie unter anderem bei der Zeremonie. Ihre Kreativität bei der kleinen Ansprache galt einem besonderen Paar, das keinen besseren Ort für die Trauung hätte wählen können: Jenny Frank, 25 Jahre jung und angehende Gymnasiallehrerin, gab Luca Frank aus Tirschenreuth, 26 Jahre alt und Arzt, das Ja-Wort.

Jenny Frank ist die Tochter von Wolfgang Horn. Auf Anregung ihres Vaters ist der ehemalige Malzer-Stadel überhaupt erst zum Kunsthaus umgebaut worden. Jenny freute sich auch deshalb sehr, dass sie ihre Hochzeit mit Luca dort hat feiern können. Sie erzählt begeistert, dass sich die Räume hervorragend eigneten für Feiern im kleinen, familiären Rahmen. "Nach der Trauung wurden wir von unseren Gästen mit einem Luftballon-Regen von der obersten Etage aus überrascht", berichtet die glückliche Braut.

Warum überhaupt Waldsassener Pärchen jetzt auch im Kunsthaus heiraten, weiß natürlich am besten der Bürgermeister, zumal die Stadt Waldsassen auch Träger des neuen Klosterstädter Veranstaltungsortes ist. "Wir mussten in die Sparkasse umziehen, weil das Rathaus saniert wird. Deshalb steht der Rathaussaal momentan für Hochzeiten leider nicht zur Verfügung", erklärt Bernd Sommer.

Der Stadt war das Hotel St. Joseph als einziger verbliebener Trauungsort aber nicht ausreichend. Da habe sich das Kunsthaus geradezu als Ersatz für Brautpaare, die ein besonderes Flair suchen, angeboten. Bernd Sommer verspricht, dass nach der Sanierung natürlich auch wieder im Rathaus geheiratet werden kann. "Und der neue Saal wird sehr, sehr schön", sagt er. Als Zusatzangebot wird aber das Kunsthaus weiterhin für Interessierte offen gehalten. "Damit können unsere Brautpaare künftig von drei Orten für ihr Ja-Wort den schönsten aussuchen."
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