Lkw-Durchfahrtsverbot rückt näher
Wendemöglichkeit im Kreisel

Der Lkw-Durchgangsverkehr in und aus Richtung Tschechien durch die Waldsassener Innenstadt (Bild) soll schon bald ausgesperrt werden. Die Anordnung des Landratsamtes liegt vor, jetzt soll zügig die Beschilderung veranlasst werden. Bild: kgg
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Waldsassen
16.02.2018
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Bürgermeister Bernd Sommer ist guter Dinge, dass der Beschilderungsplan bald umgesetzt ist und das Lkw-Durchfahrtsverbot rasch greift. Bild: pz

Ein Lkw-Symbol, die Ortsnamen "Marktredwitz" und "Schirnding" sowie der Zusatz "7,5 t": Schwerlastverkehr in Richtung Tschechien soll schon frühzeitig an der Autobahn darauf aufmerksam werden, dass es auf der Bundesstraße 299 am Ortseingang von Waldsassen nicht weitergeht.

"Wir haben mit dem Landratsamt einen Beschilderungsplan erarbeitet", zeigt Bürgermeister Bernd Sommer in seinem Büro auf eine Karte, auf der viele Pfeile eingezeichnet sind. Auf der Grundlage der Anordnung durch das Landratsamt Tirschenreuth zum 1. März ist in der Skizze eingetragen, wo welche Schilder aufzustellen sind. Das Lkw-Durchfahrtsverbot soll nicht nur in der Praxis funktionieren, sondern auch juristisch wasserdicht sein. Eingebunden werden dazu auch das Straßenbauamt sowie die Autobahnmeisterei. Am 5. März gibt es dazu einen "Runden Tisch" im Landratsamt.

Auch in Tschechien

"Es gibt zunächst ein Gebot", erklärt Bernd Sommer zu den deutlichen Hinweisen an die Adresse der Berufskraftfahrer, die im internationalen Transitverkehr über die Grenze unterwegs sind. Nach den ersten Hinweisen an den Autobahnausfahrten bei Mitterteich folgen weitere: Gesperrt-Schilder für Lkw ab 7,5 Tonnen plus Zusatz "Lieferverkehr frei" sollen am Kreisverkehr Mitterteich an der Umgehung aufgestellt werden. "Beim Kreisel können sie dann wenden", so Sommer über die letzte Umkehrmöglichkeit für die Fahrer. Adäquat werde die Beschilderung auf tschechischer Seite gestaltet - Gebote an der Autobahn und Verbote in Richtung Waldsassen. Sommer: "Da gibt's auch viele Kreisverkehre."

Mit dem Zusatz "Lieferverkehr frei" vor den Kreiseln lassen sich laut Sommer auch verkehrsrechtlich einwandfrei und klar die Ausnahmen definieren - besser als mit einer "Anlieger frei"-Regelung. "Anlieger ist weit gefasst", weiß Sommer. Damit könnten nicht nur "Anlieger" im Sinne von "Anwohner" Zufahrtsrecht beanspruchen, sondern alle Fahrer mit berechtigtem "Anliegen". Mit dem Zusatz "Lieferverkehr frei" dürfen nur noch jene Lastwagen durch, die in Waldsassen Ware abliefern oder abholen müssen.

Keine Holz-Lastzüge

Holz-Lastzüge wären mit dieser Regelung generell ausgeschlossen - sofern sie Baumstämme nicht im Waldsassener Gemeindegebiet ab- oder aufladen müssen. Vom Durchfahrtsverbot ausgenommen seien Reisebusse sowie öffentliche Buslinien. Info-Kasten

Da gibt's auch viele Kreisverkehre.Bernd Sommer über die Wendemöglichkeiten zwischen Eger und dem Grenzübergang.


Anordnung ohne Einfluss auf Tschechien"Ich gehe davon aus, dass die Anordnung in den nächsten Tagen vorliegt", erklärte Bürgermeister Bernd Sommer noch zu Beginn der Woche. Inzwischen ist das Dokument eingetroffen, hieß es am Freitag auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien. Beim Blick aus dem Fenster allerdings mochte Verwaltungs-Geschäftsführer Karl-Hans Hofmann keine Aussage darüber treffen, ob das Lkw-Durchfahrtsverbot schon zum 1. März greift. Das Durchfahrtsverbot sei beschränkt auf die Dauer der notwendigen Bauarbeiten an der Bundesstraße 299. Außerdem sei die Anordnung des Landratsamtes Tirschenreuth für die tschechische Seite lediglich eine Art Anregung. Sie habe auch keinen Einfluss auf die Beschilderung auf tschechischer Seite. Die Gespräche in der Bezirksverwaltung in Karlsbad seien aber, so Hofmann, recht "fruchtbar" verlaufen. Deshalb gehe man auf deutscher Seite davon aus, dass auch die Nachbarn das Durchfahrtsverbot auf der B 299 durch Waldsassen unterstützen. (pz)
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