Milch-Zapfautomat von Bauer Richtmann bei Legat
Vom Erzeuger direkt zum Verbraucher

Die erste Milchtankstelle in einem Lebensmittelmarkt im Landkreis wurde am Wochenanfang bei Edeka-Legat in Betrieb genommen. Von links Hauswirtschaftsdirektorin Doris Eckl, Stefan Legat, die Milchauern Michael und Hubert Richtmann, Pater Romanos Werner und 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer. Bild: jr
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Waldsassen
28.06.2017
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(jr) Premiere in einem Lebensmitteldiscounter: Seit Montag bietet Edeka-Legat in Waldsassen eine Milch-Tankstelle an. Im Eingangsbereich steht ein Frischmilch-Automat. Den beliefert die Familie Richtmann aus Kondrau - mit Frischmilch direkt vom eigenem landwirtschaftlichen Betrieb. Die Milch gibt es zum selber Zapfen und ist bei 7°C mindestens fünf Tage haltbar.

Pfarrvikar Pater Romanos Werner erbat für die Zapfstelle den kirchlichen Segen. Stefan Legat freute sich über die Bereicherung für seinen Markt und der Kunden, die jetzt eine noch breitere Auswahl haben. 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer gratulierte zur Installierung dieses Frischmilch-Automaten. "Milch ist ein hochwertiges Lebensmittel. Mit dem Automat ist jetzt sichergestellt: Vom Erzeuger direkt zum Verbraucher." Hoyer lobte die umweltfreundliche Verpackungssystem: Glasflaschen werden gleich mit angeboten und wieder verwendet werden können.

Als Pioniere bezeichnete Hauswirtschaftsdirektorin Doris Eckl vom Amt für Landwirtschaft Tirschenreuth die Milchbauern Michael und Hubert Richtmann. "Dies ist die erste Milchzapfstelle eines Landwirts in einem Lebensmittelgeschäft im Landkreis Tirschenreuth." Es gebe zwar im Landkreis schon Milchautomaten; dort sei aber unverarbeitete Rohmilch erhältlich. Die Milch von Bauer Richtmann bei Legat sei pasteurisiert. So schreibe es das Lebensmittelrecht vor, wenn Milch nicht direkt ab Hof abgegeben wird. Doris Eckl machte deutlich, dass diese Zapfstellen von den Landwirten verstärkt als Möglichkeit angesehen werden, für eigene Milch einen besseren Preis als bei der Abgabe an die Molkerei zu erzielen. Es sei für die Kunden ein großer Vorteil: "Sie wissen nun, woher die Milch kommt." Doris Eckl dankte Michael und Hubert Richtmann für den eingeschlagenen Weg. Beide kümmern sich, wie es hieß, persönlich um den Automaten. "Milch ist ein äußerst sensibles und leicht verderblichen Produkt", sagte Frau Eckl. Deshalb müssen der Verarbeitungsraum und die Transportbehälter immer einwandfrei sein, sie werden laufend kontrolliert. Frau Eckl nannte es wichtig, das der Kunde weiß, dass die pasteurisierte Milch aus dem Automaten nicht so lange haltbar ist, wie die ESL-Milch, die derzeit in den Supermärkten steht. "Der Kunde sollte nicht zu viel auf Vorrat kaufen." Die Milch ist naturbelassen, nicht zentrifugiert, nicht homogenisiert und nicht auf einen bestimmten Fettgehalt gemischt. Weiter wies Frau Eckl darauf hin, dass die Milch rahmt, wie früher auch.
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