24.08.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Mit Jägern durchs Revier

Wie zu Schulzeiten mussten 15 Kinder früh aufstehen, um an einer Ferienprogramm-Aktion teilzunehmen: Mit den Jagdhornbläsern der Hegegemeinschaft Waldsassen ging es mehrere Stunden lang durchs Revier rund um Hatzenreuth.

Die Kinder zusammen mit den Jagdhornbläsern Joachim Vollmer, Norbert Fleißner, Achim Grüner und Otto Summer (von links) sowie Jean Rustler. Selbstverständlich mussten auch die beiden Jagdhündinnen Mutzi (links) und Linda mit auf das Foto. Bild: kdi
von Dieter KannenbergProfil

Noch viel früher war Norbert Fleißner unterwegs. Er stellte auf der Route Infotafeln zu den verschiedenen Wildarten auf. So konnten die Jagdhornbläser pünktlich um 8 Uhr die Teilnehmer bei der Wagenremise in Hatzenreuth willkommen heißen - und zwar mit dem Hornsignal "Aufbruch zur Jagd" . Revierinhaber Hubert Rustler freute sich über das große Interesse. Seit vielen Jahren schon bieten die Jäger interessierten Kindern die Möglichkeit, an einem Ferientag mit auf die Pirsch zu gehen, um wilde Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Da sich diesmal das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, konnten die jungen Pirschgänger gleich feststellen, dass sich ein Jäger auch durch Nieselregen nicht von seiner Passion abhalten lässt.

Zwei Spürhunde

Während des Rundgangs erfuhren die Kinder viel Wissenswertes. So wurden unter Mithilfe der Jagdhunde "Mutzi" - eine Münsterländer Hündin - und "Linda" - eine Labradorhündin - verschiedene Wildfährten aufgespürt und ein Fuchs aus seiner Deckung aufgeschreckt. Vor allem entlang von Maisfeldern nahmen die Hunde Witterung auf - ob sich da wohl Wildschweine versteckt hielten?

Norbert Fleißner erklärte den Mädchen und Buben auch, wie der Jäger am Spurenbild und an der Losung (Kot) die Art des Wildes erkennt. Revierinhaber Hubert Rustler informierte, welche Tiere man bei einem Reviergang antreffen kann und verteilte dazu kleine Flyer mit ausführlichen Informationen über das heimische Wild. Nach rund dreistündiger Pirsch durch Wald und Flur ging es schließlich wieder zurück zur Wagenremise in Hatzenreuth. Nachdem Jean Rustler die Kinder mit einer kleinen Brotzeit versorgt hatte, gab sie noch weitere Erläuterungen zu verschiedenen Themen der Jagd und testete mit Norbert Fleißner bei einem kleinen Quiz, ob die Kinder zuvor beim Reviergang gut aufgepasst hatten. Zur allgemeinen Zufriedenheit konnten sie die Fragen richtig beantworten. Die jeweils Schnellsten durften sich über ein Rehgehörn freuen. Als besondere Überraschung präsentierte Hubert Rustler zwei junge Fasane, die auf seinem Bauernhof in einer Voliere aufgezogen wurden und später in die Freiheit entlassen werden sollen. Die kleinen Vögel wollte jeder mal streicheln.

Musikalischer Abschluss

Am Ende ließen die Bläser noch einmal ihre Instrumente erklingen. Nach "Jagd vorbei - Halali" und "Auf Wiedersehen" fand der lehrreiche und spannende Vormittag einen stimmungsvollen Abschluss.

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