09.04.2017 - 15:04 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neue Ausstellung im Kloster Waldsassen Schriftkunst hinter Klostermauern

Großer Auftritt für alte Bücher und Schriften aus der Abtei: Eine neue Ausstellung dieses Frühjahr ermöglicht eine Entdeckungsreise durch neun Jahrhunderte Waldsassener Schriftkultur.

Am 13. Mai wird im Kloster Waldsassen die neue Ausstellung "Schriftkunst hinter Klostermauern" eröffnet. Im Bild Äbtissin Laetitia Fech zusammen mit Bezirkstagsvizepräsident a. D. Ludwig Spreitzer, der die Schau in enger Kooperation mit dem Kloster vorbereitet hat. Links Johanna Härtl, Geschäftsführerin der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen. Bild: pz
von Paul Zrenner Kontakt Profil

(pz) Ludwig Spreitzer, Regierungsvizepräsident a. D. und Leiter des Arbeitskreises "Kultur/Musik" im Kuratorium der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen, schilderte in der jüngsten Sitzung des Gremiums das Konzept. Zur Eröffnung am 13. Mai wird auch Kultur-Staatssekretär Bernd Siebler erwartet. Die Schau soll längere Zeit dauern und immer wieder verändert werden - mit besonderen Glanzlichtern.

Alte Handschriften

"Das wird das Highlight schlechthin", freute sich auch Äbtissin Laetitia Fech über die Besonderheit in diesem Jahr. Zu sehen sein werden etwa die ältesten bekannten Handschriften aus dem 12. Jahrhundert aus dem Kloster Waldsassen, die sich im Stift Klosterneuburg befinden. Die Ausstellung soll im Kreuzgang zur Klosterkirche und im Bibliothekssaal-Bereich aufgebaut sein. Ludwig Spreitzer verwies außerdem auf die Veranstaltung anlässlich des "Welttag des Buches" am 22. und 23. April - ein "Tag der offenen Tür" im Bibliothekssaal - unter anderem mit einem Krimiabend mit der Regensburger Schriftstellerin Sonja Silberhorn und der musikalischen Begleitung durch Klaus Rosner (Percussion) sowie einer Versteigerung von alten Büchern aus Kloster-Beständen, vor allem Bildbände, wie Äbtissin Laetitia Fech erklärte. Am Sonntag gibt es die seltene Gelegenheit den Bibliothekssaal mit der Kamera zu erkunden. Denn Fotografieren ist in dem barocken und einst von Bildhauer Karl Stilp ausgestalteten Raum nicht erlaubt. Erika Eichenseer stellt Schönwerth-Märchen vor.

Zu Beginn des Sonntags-Programms gibt es ein "Duell" der Führungsinterpretationen des Bibliotheksaals. Lange Zeit waren die Figuren mit der Papierherstellung in Verbindung gebracht worden - eine Geschichte, die Äbtissin Laetitia Fech erzählen wird. Sr. M. Raphaela Kratzer erläutert die heutige Interpretation - die Darstellung der verschiedenen Formen menschlichen Hochmuts.

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