28.08.2017 - 14:42 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neue Fahrbahn sorgt für Diskussionen Laute Kritik an Flüster-Schicht

Kaum sind die Bauarbeiten in der Mitterteicher Straße vorbei, häuft sich die Kritik am Zustand der neuen Fahrbahnoberfläche. Auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien nimmt die zuständige Baubehörde Stellung.

Seit der Verkehr in der Mitterteicher Straße wieder läuft, hagelt es Kritik an der Beschaffenheit der neuen Fahrbahnoberfläche.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Fünf Tage lang war der Abschnitt der innerörtlichen B 299 zwischen dem Notariat und den Verbrauchermärkten in der vergangenen Woche komplett für den Verkehr gesperrt. In dieser Zeit ließ das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach die Fahrbahn erneuern und eine lärmmindernde Deckschicht auftragen. Seit die Strecke am Samstagmittag wieder freigegeben wurde, hagelt es Kritik im sozialen Netzwerk Facebook. Auf verschiedenen Seiten schildern User ihre Eindrücke vom Fahren auf der neuen Decke. Die Beschreibungen reichen von "leicht wellig" und "holprig" bis hin zu "Buckel- bzw. Rumpelpiste". Ein Kommentator bezeichnet den Abschnitt gar als "Teststrecke für Stoßdämpfer". Hinzu kommt auch noch die Behauptung, wonach anders als versprochen gar kein "Flüsterasphalt" verbaut worden sei.

8 statt 11 Millimeter

Hans Gschrey, Bauleiter des Projekts beim Staatlichen Bauamt, betont auf Nachfrage, dass die ausführende Baufirma sehr wohl eine lärmarme Asphaltschicht aufgetragen habe. In Waldsassen habe man eine 8-Millimeter-Körnung gewählt, wodurch sich eine geschlossenere Oberfläche ergebe als bei einer offenporigeren 11-Millimeter-Körnung, wie sie normalerweise bei Ortsdurchfahrten zum Einsatz komme.

Gschrey räumt ein, dass er seit der Freigabe am Samstag noch nicht selbst auf dem neu asphaltierten Abschnitt gefahren sei. "Der Bau wird natürlich noch abgenommen und dann wird auch mit Messgeräten die Ebenflächigkeit geprüft." Vor Oktober werde dies aber wohl nicht der Fall sein, denn es stehen unter anderem noch Restarbeiten an der Pflastereinfassung sowie die Erneuerung der Ampelanlage an.

Der Projektleiter macht allerdings deutlich, dass sich unter dem betreffenden Straßenabschnitt zahlreiche Kanalschächte und Hydrantenkästen befinden, weshalb die Oberfläche hier nicht genauso gleichmäßig gestaltet werden könne wie etwa auf "freier Strecke" auf einem Stück Autobahn. Laut Hans Gschrey ist ein direkter Vergleich mit der Beschaffenheit einer lärmarmen Asphaltschicht auf einer Autobahn auch deshalb problematisch, weil Fahrzeuge dort viel schneller unterwegs seien.

Stadt außen vor

"Jetzt passt jeder natürlich ganz genau auf", gibt Bürgermeister Bernd Sommer auf Anfrage der Oberpfalz-Medien zu bedenken. Eine Beurteilung des Fahrbahnbelags sei insofern schwierig, weil die Möglichkeit eines Vergleichs mit einer anderen frisch asphaltierten Straße fehle. "Wir warten ab, was die Abnahme ergibt." Die Stadt sei hier ohnehin außen vor, weil der Bauherr das Staatliche Bauamt ist. "Wichtig ist in erster Linie, dass der Belag den Lärm verringert und die Anwohner entlastet werden."

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