Neuer Förderverein wird am 15. November gegründet
Basilika-Freunde am Start

Professor Ludwig Güttler, prominenter Unterstützer des Wiederaufbaus der Frauenkirche in Dresden, ist Ideengeber für das Projekt und wird verantwortlich im künftigen Verein "Freunde der Basilika" mitarbeiten. (Foto: J. Njankouo)
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Waldsassen
27.10.2017
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Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter, Stadtpfarrer Thomas Vogl und Willi Prechtl (von links) in der Basilika. Am 15. November ist die Gründungsversammlung für den neuen Förderverein geplant. Bild: pz

Der Termin steht, ebenso ein Satzungsentwurf für den neuen Verein und das Team an der Spitze: Professor Ludwig Güttler, prominenter Unterstützer des Wiederaufbaus der Frauenkirche in Dresden, ist Ideengeber für das Projekt und wird verantwortlich mitarbeiten.

Der neue Verein "Freunde der Basilika" wird voraussichtlich am Mittwoch, 15. November, gegründet - ab 18 Uhr im Jugendheim. Der Termin, ein Mittwoch, ist in Absprache mit Professor Ludwig Güttler gewählt. Der bekannte Trompeter und Dirigent will zur Gründungsversammlung kommen und den Vorsitz übernehmen. Außerdem wollen sich Willi Prechtl sowie Johannes Röttges und Alois Michl engagieren. Kraft ihres Amtes sollen dem Vorstand Stadtpfarrer Thomas Vogl, Kirchenpfleger Martin Rosner sowie Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter angehören.

Robert Treml hat bereits einen Entwurf für die Satzung erarbeitet. "Uns haben schon Leute angesprochen und wollten Aufnahmeanträge", erzählt Willi Prechtl über das große Interesse nach der ersten Veröffentlichung des Vorhabens. Vor diesem Hintergrund sind die angestrebten 1000 Mitglieder für den neuen Förderkreis kein unrealistisches Ziel.

Andreas Sagstetter weiß vom großen Interesse von Mitgliedern des Orchesters aus Oklahoma, das Mitte Oktober ein Konzert in der Basilika hielt. "Die waren so begeistert, dass die signalisiert haben: Wenn der Verein steht, dann sind die dabei." Die Begeisterung für die Basilika nach dem Abschluss der Innensanierung aufnehmen und erhalten - dies ist das Ziel des künftigen Fördervereins. "Wir müssen auch publik machen, dass das schon auch gewisse Anstrengungen kostet, dies alles zu erhalten", sagt Prechtl. Die Sanierung sei nun zwar gut zu Ende geführt, doch ein nächstes Projekt stehe schon an. So müsse mittelfristig das Chorgestühl restauriert werden.

Unter Fachleuten gelte die Basilika als eine der bedeutendsten und schönsten Barockkirchen im süddeutschen Raum. Prechtl sieht ein großes Ziel für den Förderverein, den Stiftländern stärker bewusst zu machen, "was wir da haben". Sie dürften "auch ein bisschen stolz darauf sein. Mit einem Mindestbeitrag von 25 Euro im Jahr lasse sich schon ein kleiner finanzieller Beitrag dafür leisten.

Stadtpfarrer Thomas Vogl weist ergänzend auf das überregionale Interesse an der Basilika hin. Vor diesem Hintergrund werde der Förderverein auch einen weiteren Kreis ansprechen; Professor Ludwig Güttler könne sicher dabei mithelfen, sind die Verantwortlichen fest überzeugt.

Ein zweites Ziel der "Freunde der Basilika" ist die Unterstützung der Kirchenmusik - auch die während der Liturgie. "Kirchenmusik trägt durch die Liturgie zum Leben in der Basilika mit bei", findet Sagstetter. Der Förderverein könne die Kirchenstiftung künftig entlasten, etwa wenn neue Noten angeschafft werden müssten.

Auch in das böhmische Orgelpositiv, das etwa bei verschiedensten Anlässen mit zum Einsatz kommt, müsse in näherer Zukunft etwas investiert werden - als "Sicherungsmaßnahme", wie Sagstetter über das historische Instrument erklärt. Prechtl könnte sich auch vorstellen, dass bei Projekten auch Firmen als Unterstützer mit geworben werden könnten. Ganz oben auf der Prioritätenliste für die Führungsspitze aber steht die Öffentlichkeitsarbeit: Ein Informationsblatt zu gestalten, sei ein erster Schritt; dann soll vor allem bei den Advents- und Weihnachtskonzerten für den Förderkreis geworben werden; zudem werden die Basilika-Freunde mit einem Informationsstand präsent sein.

Nach dem Impuls von Professor Güttler bei seinem Konzert im Mai 2017 soll der Förderkreis in kleinen Schritten etwas aufbauen und erhalten - auch im Hinblick auf die künftige Entwicklung. "Es wandelt sich schon etwas", sagt Stadtpfarrer Vogl: Die hohe Identifikation mit der Kirche werde geringer werden. Unabhängig von der Bindung an die Institution ließe sich aber der kulturelle Aspekt der Bauten herausstellen.
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