10.01.2017 - 02:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neujahrsempfang in Waldsassen Positives in den Vordergrund

Wenige Stunden vor Beginn des Neujahrsempfang habe er noch nicht genau gewusst, was er dort sagen solle, verriet Bürgermeister Bernd Sommer. Er fand dennoch die richtigen Worte.

Beim Neujahrsempfang mit dabei waren auch Mitglieder des Jugendstadtrats. Unter den Gästen auch Ordensschwestern des Klosters. Musikalisch gestaltete den Abend das Akkordeonensemble der Kreismusikschule unter Leitung von Viktoria Obermaier. Bild: pz
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Sommer erinnerte noch einmal an 2016 - prall gefüllt mit Geschehnissen, erfreulichen wie auch verschreckenden und verunsichernden. "Scheinbar überwiegt das Schlechte, versuchen es uns zumindest die bekannten Angst-Einflößer glauben zu schenken mit einfachen und daher leicht zu glaubenden Parolen." Sommer fragte die Anwesenden, wie es ihnen gehe mit 2016. "Ich hab' gemischte Gefühle", gab er gleich die Antwort für sich. Eigentlich wäre alles gut gelaufen. Und dennoch stelle sich das Gefühl der Zufriedenheit nicht so richtig ein.

An Zufriedenheit arbeiten

"Ist schon komisch: Wir springen höher, weiter, schaffen mehr und mehr. Und dennoch: Wo bleibt denn dieses tiefe Gefühl der Zufriedenheit?" Nichts sei selbstverständlich; jede Leistung für sich und für die Gemeinschaft sei nicht einfach gegeben. Da stecke Nächstenliebe, Mühe und Tun dahinter. "Weil wir ja gestalten und das wollen wir weiter tun, mit unserem Einsatz." Er, Sommer, lasse 2016 ohne lamentieren oder großes jubilieren hinter sich und wollte "einfach nach vorn" schauen. Das Stadtoberhaupt wünschte den Gästen, dass auch sie zuversichtlich in die Zukunft blicken könnten und sich die gefassten Vorsätze verwirklichen ließen. "Ich wünsche mir von Herzen, dass ein Jahresrückblick auf 2017 dann leichter fällt, dass das Positive stärker in unserer Auffassung eingeht." Den Impuls für diese Worte habe er, Sommer, in der Predigt von Stadtpfarrer Thomas Vogl in der Christmette geschöpft. Er bringe die Chance auf Zufriedenheit zum Greifen nahe - die Worte des Engels des Herrn - "... fürchtet euch nicht." "Fürchtet euch nicht, uns geht's gut - das hören wir in diesen Tagen sehr oft, nur möchten wir es nicht recht glauben", sagte Sommer und formulierte: "Fürchtet euch nicht vor dem was vor uns steht." Das Positive müsse mehr in den Vordergrund gerückt werden, auch bei den Tiefschlägen, die sicher kommen würden. "Dennoch: Es geht uns gut, relativ gut. Und an dieser Zufriedenheit müssen wir alle arbeiten."

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