Nicht nur Käfer bereitet Waldbesitzern Sorgen
Pilzbefall lässt Fichtentriebe sterben

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Waldsassen
13.12.2016
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Hardeck. Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Waldsassen-Neualbenreuth trafen sich im Gasthaus Adamhof zur Herbstversammlung. Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Georg Hart analysierte Karl-Heinz Melzer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth die Förderanträge: 77 seien im Landkreis gestellt worden, davon 35 in Neualbenreuth und 6 in Waldsassen. Bei der Wiederaufforstung nähmen Tanne und Eiche Spitzenplätze ein. Hauptförderarten seien gewesen Wiederaufforstung und Jungbestandspflege.

Auch 2017 werde es relativ sicher Förderungen zur Wiederaufforstung geben, möglicherweise auch zur Jungbestandspflege. Bezuschusst werde gegenwärtig auch noch Baumschutz in Höhe von 1,20 Meter für Jungpflanzen. Dabei empfahl er, Tanne und Douglasie durch Gitter und Laubbäume durch Hüllen zu schützen. Diese sollten dann der besseren Belüftung wegen unten 10 Zentimeter hochgezogen sein. Anträge sollten rechtzeitig gestellt werden, auf Förderungen gebe es aber keinen Rechtsanspruch, erklärte Melzer.

Geschäftsführer Frank Sander berichtete über die aktuelle Waldschutz-Situation. Bestände seien rechtzeitig zu durchforsten; Bäume sollten licht stehen. Außerdem sollte jetzt der Wald auf Käferbefall begutachtet werden. Nicht nur der Borkenkäfer gefährde Waldbestände, auch die Pilzerkrankung Sirococcus lasse die Triebe der Fichte absterben. Sander informierte über die Fördermöglichkeiten anlässlich des Vertrags-Naturschutzprogramms Wald: Das Belassen von Totholz über 12 Jahre werde mit 90 Euro pro Baum oder der Erhalt von Biotopbäumen über 12 Jahre mit 125 bis 195 Euro pro Baum gefördert. Das gilt laut Sander für Laubbaumarten, Kiefer und Tanne. Zu den Biotopbäumen gehören Konsolenbäume, an denen sich Pilze angesiedelt haben, Bäume mit Faulstellen und Kronentotholz, ausgehöhlte Bäume, Uraltbäume, Epiphytenbäume etwa mit Mistel bewachsene, außerdem bizarre und Solitärbäume. Die Fördermittel werden von der Unteren Naturschutzbehörde verwaltet. Sander informierte über die aktuelle Entwicklung auf dem Holzmarkt. Waldbesitzer, so der Sprecher, sollten trotz der gegenwärtig nicht optimalen Preise Holz anbieten.
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