Ökumenischer Kinderbibeltag
"Wir sind alle Christen"

Über 60 Mädchen und Buben waren am Samstag beim ökumenischen Kinderbibeltag dabei. Das Fazit dort: "Wir sind alle Christen!" Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
26.02.2018
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Die Kinder in der Friedenskirche, vorne stehend (von links) Diakon Fritz Lieb und Stadtpfarrer Thomas Vogl, davor Gemeindereferentin Gertrud Hankl sowie von rechts Annette Spreitzer-Hochberger und Dagmar Selch. Bild: kgg

"Katholisch oder evangelisch - was läuft da eigentlich ?". Über 60 Mädchen und Buben wollen eine Antwort auf diese Frage - und bekamen sie beim ökumenischen Kinderbibeltag.

Regen Zuspruch fand am Samstag das ökumenische Angebot, das bereits zum 9. Mal durchgeführt worden war. In mehreren Arbeitsgruppen wurden dabei den Mädchen und Buben im Kindergarten- und Grundschulalter die unterschiedlichen Gegebenheiten beider Konfessionen vom Organisations- und Leitungsteam etwas näher gebracht.

Zur Eröffnung im großen Saal des katholischen Jugendheimes hießen die beiden evangelischen Organisatorinnen Annette Spreitzer - verkleidet als Putzfrau "Rosa" - und Dagmar Selch - mit ihrer legendären Handpuppe "Christine" - auch im Namen der beiden Mitorganisatorinnen Monika Mittereder und Gitte Sommer von der katholischen Kirche die über 60 Mädchen und Buben willkommen. Nach einer kurzen Einleitungsgespräch zwischen "Rosa" und "Christine" wurden die Kindergarten-Kinder von den Grundschülern getrennt und wiederum in Gruppen aufgeteilt. In verschiedenen Räumen des Jugendheimes sowie des evangelischem Gemeindezentrums wurde das Thema des Kinderbibeltages danach vertieft.

Trennendes im Fokus

Die Kindergarten-Kindern bastelten mit Gitte Sommer im Gemeindezentrum Perl-Armbänder und Annette Spreitzer führte sie anschließend durch die evangelische Friedenskirche. Nach einer kurzen Andacht mit Diakon Fritz Lieb und Pfarrvikar Markus Hochheimer ging es wieder zurück ins Jugendheim zum gemeinsamen Mittagessen. Damit endete der Bibeltag für die Kindergartenkinder. Die Grundschüler erfuhren - klassenmäßig aufgeteilt - an insgesamt vier Stationen, was typisch katholisch und evangelisch ist und was beide Glaubensgemeinschaften bislang noch voneinander trennt. Dazu gehörten unter anderem für die Erstklässler auch eine Kurzfassung über Martin Luther mit Hanne Chrobok. Nach der Kirchenführung in der Basilika mit Maria Sagstetter wurde unter Anleitung von Gitte Sommer und Sabine Ernstberger im Ministrantenheim mit Perlen eine "Glaubenskette" gebastelt.

Bei der vierten Station im Jugendheim mit Dagmar Selch kamen die Kinder zu der Überzeugung: "Wir brauchen keine Unterschiede, wir sind alle Christen!" Annette Spreitzer zeigte den Kindern bei einer Führung die Friedenskirche und verdeutlichte ihnen dabei, was zum Beispiel "typisch evangelisch" ist. Abgerundet wurde der Kinderbibeltag traditionell wieder mit der Schlussandacht zu der Diakon Fritz Lieb und Stadtpfarrer Thomas Vogl die Kinder und Helferinnen sowie Eltern in der evangelischen Friedenskirche begrüßten. Wie Diakon Fritz Lieb an die Kinder gewandt sagte, haben die Betreuerinnen den Tag über versucht den Unterschied zwischen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinschaft mit verschiedenen Arbeitskreisen näher zu beleuchten.

Schlicht und prachtvoll

Groß sei hier in Waldsassen der Unterschied zwischen den beiden Gotteshäusern, der schlicht ausgestatteten evangelischen Friedenskirche und der prachtvollen Basilika. In der evangelischen Kirche werde zwar aus der kleineren Lutherbibel gelesen, doch stehen darin die gleichen Worte von Gott und Jesus zu den Menschen wie in der Einheitsbibel der Christenheit allgemein.

Stadtpfarrer Thomas Vogl bedankte sich bei dem beiderseitigen Organisatoren und dem großen Helferinnen-Team für den wieder gut gelungenen Kinderbibeltag.
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