13.10.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Pfarrei Waldsassen feiert Basilika-Sanierung Das besondere Kirchweihfest

Die Buden am Vorplatz für die Getränke- und Essensausgabe sind aufgestellt, bestes Oktober-Wetter ist bestellt: Die Pfarrgemeinde feiert diesen Sonntag die erfolgreiche Sanierung "ihrer" Basilika.

von Paul Zrenner Kontakt Profil

Nach der Altarweihe und beim Festakt im Jugendheim zum Ende der Renovierung am 4. Fastensonntag Laetare am 26. März hatte Stadtpfarrer Thomas Vogl darauf hingewiesen: Im Herbst werde es eine weitere Feier geben. Nun ist es so weit. "Nach Abschluss der Arbeiten an den Seitenaltären und der Orgel wollen wir Gott für das gelungene Werk danken", so steht es in der Einladung zum weiteren Festgottesdienst am Sonntag, 15. Oktober, um 9.30 Uhr mit Abt Wolfgang M. Hagl von der Abtei Metten.

Festschrift in Buchform

Unmittelbar nach dem Gottesdienst wird die Festschrift "Stiftsbasilika Waldsassen" vorgestellt: In dem Buch sind die Vorbereitung und die Arbeiten ausführlich und detailliert dokumentiert. Zum Ausklang am Nachmittag gibt es um 17 Uhr ein Konzert für Orgel und Bläsersymphonieorchester in der Basilika. Bereits am Samstagabend ist die Basilika geöffnet zur Nacht der offenen Kirchen mit Musik und speziellen Führungen. Dabei dürfte die neue Innengestaltung vor allem bei der besonderen Beleuchtung zur Geltung kommen. Den Gottesdienst und das Fest zur Kirchweih am Basilikaplatz sieht Stadtpfarrer Thomas Vogl auch als gute Gelegenheit zum Dank für die Unterstützung des Projekts durch die Pfarrangehörigen. "Ich bin immer begeistert, wie groß die Spendenbereitschaft ist und hoffe, dass sie nicht ganz zum Erliegen kommt."

Denn nach der Altarweihe habe es eine Unterbrechung gegeben - quasi nach dem Motto: Das Projekt ist abgeschlossen, es ist alles bezahlt. "Dem ist nicht so", erklärt der Stadtpfarrer dazu. "Es haben sich bei der Ausstattung Dinge ergeben, die man vorher nicht gesehen hat", so Pfarrer Vogl über die Arbeiten in den vergangenen Monaten. Das Ergebnis aber spreche für sich. "Da ist tolle Arbeit geleistet worden."

6,6 Millionen Euro

Im Moment ist nach den Worten von Pfarrer Vogl im Spendentopf "eigentlich nichts mehr drin": "Wir hatten große Rechnungen zu bezahlen." Seit Anfang 2006, am Beginn der Vorbereitungsphase für das Projekt, sind nach Angaben von Stadtpfarrer Vogl knapp 257 900 Euro an Spenden eingegangen. Darin enthalten sind neben vielen einzelnen Zuwendungen von Personen und Verbänden aber auch die Erlöse von Aktionen und Benefizkonzerten. Dazu kommen noch auswärtige Spenden - etwa der Banken und des Sparkassenverbands.

"Wie gesagt, es ist die Summe von über zehn Jahren", relativiert Pfarrer Vogl den auf den ersten Blick hohen Spendenbetrag über die gesamte Dauer der Maßnahme. Insgesamt liegen die Kosten, die von Staat und der Kirche zu tragen sind, bei rund 6,6 Millionen Euro. Noch dieses Jahr soll ein Förderkreis gegründet werden, der kontinuierlich die Kirchenstiftung unterstützen kann. (Seite 48)

Neuer Förderverein "Freunde der Basilika"

"Da hat sich Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter sehr engagiert", erzählt Stadtpfarrer Thomas Vogl über das Vorhaben, das bald umgesetzt werden soll. Noch dieses Jahr wird in Waldsassen ein Förderverein "Freunde der Basilika" gegründet. Ideengeber war Ludwig Güttler: Er hatte einst den Förderkreis zum Wiederaufbau der Frauenkirche initiiert. "Fangen Sie einfach mal an, ich bin dabei", hatte der Dirigent und Trompeter zu den zuerst etwas zweifelnden Verantwortlichen in Waldsassen gesagt - und sich bereiterklärt, den Vorsitz zu übernehmen. Inzwischen ist ein Kreis derer gefunden, die den Vorstand bilden könnten - neben Güttler vor Ort Willi Prechtl, Johannes Röttges und Alois Michl. "Wir möchten den aktuellen Hype nutzen", erklärt Andreas Sagstetter über das große Interesse an der Basilika seit Abschluss der Sanierung. Nach den Worten von Pfarrer Vogl soll schon damit begonnen werden, Mitglieder für den Freundeskreis zu werben. In nächster Zeit werde eine Satzung ausgearbeitet. "Mir ist das schon wichtig", sagt Pfarrer Vogl über die Notwendigkeit der Fördergemeinschaft. Sie könne kontinuierlich Mittel generieren. "Ich denke schon, dass wir auch Leute von auswärts gewinnen, die ihren Beitrag leisten." Auf Dauer ließe sich damit eine Konsolidierung erzielen und die Kirchenstiftung für bestimmte Zwecke unterstützen - nicht nur im Hinblick auf die Förderung der Kirchenmusik innerhalb der Basilika-Konzertreihe. (pz)

Ich bin immer begeistert, wie groß die Spendenbereitschaft ist und hoffe, dass sie nicht ganz zum Erliegen kommt.Stadtpfarrer Thomas Vogl
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