09.10.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Pontifikalamt in der Basilika Waldsassen: "Wir haben Gott auf unserer Seite"

Drei Tage lang weilte die Historische Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie im Kloster Waldsassen (wir berichteten). Am Sonntag endete die Tagung mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Basilika. Prediger und Hauptzelebrant war Abt Dr. Maximilian Heim aus Heiligenkreuz (Österreich), als Konzelebrant mit dabei war Erzabt Korbinian Birnbacher aus Salzburg. Die musikalische Gestaltung übernahm der Basilikachor unter der Leitung von Andreas Sagstetter.

Abt Dr. Maximilian Heim (Mitte) war Hauptzelebrant und Prediger beim Pontifikalgottesdienst in der Basilika. Mit im Bild Äbtissin Laetitia Fech (links) und Stadtpfarrer Thomas Vogl (rechts). Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Stadtpfarrer Thomas Vogl nannte den Besuch der Benediktiner in Waldsassen eine große Ehre. "Geschichte ist nie nur etwas Vergangenes, Geschichte ist Gegenwart und Zukunft", sagte der Stadtpfarrer und verwies auf das Christentum und die damit verbundenen Überzeugungen. In seiner Predigt ging Abt Dr. Maximilian Heim auf die Arbeit der Zisterzienser vor Ort ein und bescheinigte ihnen Nachhaltigkeit. Großen Wert legten sie zudem auf Schönheit, wie die Basilika eindrucksvoll zeige. Dr. Heim verwies auch auf den Weinbau der Zisterzienser, etwa in Gebieten in Unterfranken und Österreich. "Der Weinbau hat bei den Zisterziensern Wurzeln und Spuren hinterlassen." Weiter stellte der Abt heraus, "dass wir Benediktiner und Zisterzienser Gott zu den Menschen bringen. Wir wollen, dass die Menschen den Weg zu Gott finden und, wenn sie sich verlaufen haben, auch umkehren". Gott suche nach Menschen, die auf ihn hinweisen, weshalb es Menschen wie einst Pater Pio gebe. Dabei, so der Abt, habe es der jetzt heiliggesprochene Pater Pio zu Lebzeiten nicht leicht gehabt. "Aber er wurde von Gott für die Menschen auserwählt." Zentrum der Kirche von heute sei nicht mehr Europa, das neue Zentrum sei in Afrika oder in Asien zu suchen. "Dort wächst und gedeiht unsere Kirche, dort ist zudem eine fröhliche Kirche zu Hause." Freilich sei die Kirche vom Kreuz geprägt. Der Abt erinnerte daran, dass Gott durch seinen Tod am Kreuz den Menschen Leben und Frieden schenke. "Im Kreuz ist Heil und Auferstehung. Lassen wir uns nicht unterdrücken in der Hoffnungslosigkeit, sondern aufrichten vom Herrn. Seien wir guten Mutes, wir haben Gott auf unserer Seite."

 

 

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