12.03.2018 - 20:10 Uhr
Waldsassen

Rückblick bei der Rotkreuz-Bereitschaft "Helfer vor Ort" Aushängeschild

Als "vorbildlich" und "kreativ" gilt die Rotkreuz-Bereitschaft. Deren Leiter Helmut Zeitler und sein Team zeigen bei der Jahreshauptversammlung auf, warum das so ist.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden (vorne, von rechts) Thomas Schimmel, Karin Dotzauer, Nicole Schmidt und Helmut Zeitler (hinten, Mitte). Gratulanten waren (hinten, von links) 3. Bürgermeister Bernd Lux, Richard Frank und Holger Schedl (hinten, 2. von rechts). Bild: flm
von Florian MüllerProfil

In seinem Bericht beim Treffen im BRK-Heim lobte Zeitler das große Engagement seiner Truppe in verschiedenen Bereichen. "Nach den Neuwahlen auf allen Ebenen haben wir uns in einem Workshop beraten und die Weichen für die Zukunft gestellt. Dabei haben wir auch einige neue Sachen beschlossen, bei denen die Mannschaft sofort dabei war." Als Beispiele hierfür nannte der Sprecher die Aktion "Deutsches Rotes Osterei" vorm Edeka-Markt, den Aktionstag im Kunsthaus zum Weltschlaganfall-Tag oder die Unterstützung beim Dreh für den Imagefilm der Integrierten Leitstelle. Aber auch traditionelle Veranstaltungen prägten das Jahr - darunter der 1899 zum ersten Mal erwähnte Kinderfasching. Auch bei der BRK-Landesversammlung in Erbendorf waren die Waldsassener beteiligt. Weihnachtsfeier, Maibaumaufstellen und der Besuch in Osterhofen - mit der dortigen Rotkreuz-Gemeinschaft pflegen die Waldsassener eine langjährige Partnerschaft - stärkten das Miteinander in der Mannschaft.

Altenstube: Es geht weiter

26 Erste- Hilfe-, jeweils zwei Trau-Dich- und Juniorhelfer-Kurse sowie zahlreiche Lehrgänge für die Mitglieder zeugen laut Zeitler von einem intensiven Ausbildungsjahr. Außerdem fanden 2017 vier Blutspendetermine im Rotkreuzheim statt: "Hier brauchen wir noch mehr Spender, vor allem im Vergleich zu den vergangenen Jahren", forderte Zeitler. Ein besonderer Dank galt Gabi Heinze und Petra Hopfner. Sie werden nach vielen Jahren die Seniorenstube nun nicht mehr organisieren. "Es geht aber weiter! Als ich das hörte, fiel mir ein Stein vom Herzen", so Zeitler. Der stellvertretende taktische Leiter Christian Strobl ging in seinem Bericht auf über 40 Sanitäts-Wachdienste ein, wie die Absicherung auf dem Motorsportgelände in Pfaffenreuth, das Bürgerfest oder das Bobbycar-Rennen in Münchenreuth.

Stolz war Strobl auf das Projekt "Helfer vor Ort" (HvO): Trotz Personalmangels sei das Fahrzeug in über 70 Prozent der Einsätze ausgerückt. "Wir brauchen das Auto für die Bürger, wir brauchen aber auch die Bürger für das Auto."

Jugendrotkreuz-Leiter Thomas Salomon berichtete von über 40 Gruppenstunden, bei denen auch ein Ausflug in ein Erlebnisbad, das Ferienprogramm und natürlich Erste- Hilfe ein wichtiger Bestandteil waren. Der wiederholte erste Platz beim Kreis- und ein hervorragender vierter Platz beim Bezirkswettbewerb seien eine Bestätigung für die Gruppenleiter, alles richtig gemacht zu haben, so Salomon. Allerdings baute er auch Druck auf die Jugendlichen auf: "Da der Bezirkswettbewerb dieses Jahr in Osterhofen ist, müssen wir weiterkommen!" Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Lux lobte in seinem Grußwort besonders die Jugendarbeit mit zwei Jugendgruppen: "Bei 20 Mitgliedern können euch andere Vereine durchaus beneiden." Auch zeigte er sich beeindruckt von den aufgewendeten Stunden: "Es ist super, was ihr hier ableistet!"

Keine Generalsanierung

Kreisgeschäftsführer Holger Schedl hatte gute und schlechte Nachrichten im Gepäck: Eine Generalsanierung des Hauses sei finanziell nicht möglich: "Jedoch werden Ausbesserungsarbeiten im kommenden Jahr vorgenommen." Besonders lobte er den Ideenreichtum der Gemeinschaft zur Gewinnung neuer Mitglieder: "Ihr könnt anderen ein Vorbild sein." Auch stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Richard Frank war von der Kreativität beeindruckt.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Thomas Schimmel und Nicole Schmidt für 5 Jahre, Dr. Bertram Völkl und Karin Dotzauer für 25 Jahre sowie Helmut Zeitler für 35 Jahre Mitgliedschaft beziehungsweise aktive Dienstzeit geehrt. Abschließend verwies der Bereitschaftsleiter auf die kommenden Aktionen, insbesondere die Haus- und Straßensammlung.

Missverständnis

Interessenten für den "Helfer vor Ort" (HvO) können sich jederzeit bei den Verantwortlichen melden. Denn üppig besetzt ist das Team zurzeit nicht. Als einen Grund für den Personalmangel nannte Christian Strobl vom BRK ein mögliches Missverständnis in der Bevölkerung: "Viele denken, dass der HvO hauptamtlich besetzt ist. Dass hier ehrenamtliche Mitglieder dahinterstecken, ist vielleicht nicht allen klar." (flm)

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