07.02.2018 - 19:20 Uhr
Waldsassen

Schleierfahner: Jede Menge Aufgriffe in kurzer Zei Drogen auch in Unterwäsche

Auf drei arbeitsreiche Tage blicken die Schleierfahnder der Polizei Waldsassen zurück. Sie fanden bei Kontrollen jede Menge Drogen, die in Sporttaschen, unter dem Autositz, in der Unterwäsche und sogar im eigenen Körper versteckt waren.

Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
von Externer BeitragProfil

Los ging es am Montagnachmittag mit einem Pärchen aus Mittelfranken. Die beiden Autoinsassen tischten bei einer Routinekontrolle recht unterschiedliche Geschichten über ihre Fahrt nach Tschechien auf. Bei den Fahnder kam sofort der Verdacht auf Drogenschmuggel auf. Bei einer Durchsicht des Autos entdeckten die Beamten promt dann unter dem Beifahrersitz in einer Zigarettenschachtel versteckt ein Tütchen mit mehreren Gramm Crystal Meth. Die Fahnder ließen nicht locker und so gab die Fahrerin schließlich zu, noch circa 20 Gramm Marihuana in ihrem Körper über die Grenze geschmuggelt zu haben. Beide wurden wegen gemeinschaftlichen Drogenschmuggels angezeigt.

Marihuana in Sporttasche

Weiter ging es dann mit einem jungen Mann aus Tschechien mit Wohnsitz in der nordöstlichen Oberpfalz. Er war mit seiner Freundin gerade auf dem Heimweg. Bei ihm fanden die Beamten in einer Sporttasche auf der Rücksitzbank über zwölf Gramm Marihuana.

Ukrainer aus Oberbayern

Die nächste Anzeige kassierte ein Ukrainer, der in Oberbayern wohnt. Zunächst konnte er keinen Reisepass vorlegen, den er für den Grenzübertritt zwingend gebraucht hätte. Auch machten sich Anzeichen für einen Drogenkonsum bemerkbar. Ein Test bestätigte diesen Verdacht, und der Ukrainer musste zur Blutentnahme. Bei der Anzeigenaufnahme kam noch heraus, dass er schon vor über sechs Jahren seinen ukrainischen Führerschein in eine deutsche Fahrerlaubnis hätte umschreiben lassen müssen. Da dies nicht geschehen war, liegt zusätzlich ein Vergehen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor.

Weiter ging es am Dienstagvormittag wieder mit einem Drogenschmuggel. Diesmal wurde ein Pärchen aus der nördlichen Oberpfalz kontrolliert. Der Beifahrer hatte in seiner Unterwäsche eine kleine Menge Crystal Meth. "Seine Freundin, die davon nichts wusste, war gar nicht begeistert davon, was wohl dann zu Hause noch für Ärger gesorgt haben dürfte", mutmaßt die Polizei

Am Dienstagnachmittag wurde ein junger Mann aus Schwaben kontrolliert, der sich den Fahndern gegenüber recht verschlossen gab. Nähere Angaben zu seiner Reise nach Tschechien wollte er nicht machen, groß eingekauft hatte er auch nichts. Bei ihm wurde eine Fahrt unter Drogeneinfluss festgestellt, weshalb er zur Blutentnahme zu einem Arzt musste. Außerdem wurde sein BMW stillgelegt, da im Fahrzeug Papiere entdeckt wurde, wonach er schon vor mehreren Wochen bei der Zulassungsstelle eine neue Versicherung hätte nachweisen müssen. Sein Auto musste er stehen lassen.

Einige Cannabissamen hatte dann am späteren Dienstagnachmittag eine junge Frau aus der Schweiz in ihrem Gepäck. Sie war gerade mit ihrem Freund auf dem Weg zu einem Kurzurlaub. Da weitere Drogentests negativ ausfielen, stand dem Urlaub nach der kurzen Anzeigenaufnahme nichts mehr im Wege.

Zwei Männer aus Thüringen müssen sich demnächst wegen des Besitzes von unzulässigen Elektroschockern aus Tschechien verantworten. Sie hatten sich diese Geräte während ihres Ausfluges ins Nachbarland gekauft, ohne sich vorher über die Zulässigkeit derselben zu informieren. Jeweils eine Anzeige nach dem Waffengesetz war jetzt die Folge.

Zum Tagesabschluss gab es am Dienstag dann noch ein Drogen-Pärchen aus Sachsen-Anhalt. Die beiden wurden am Abend von einer Streife der Bundespolizei aus Bärnau kontrolliert. Da sie beide recht nervös wirkten, wurde ein Drogentest gemacht, der auch ein positives Ergebnis anzeigte.

Weiterfahrt unterbunden

Bei der Fahrerin entdeckten die Schleierfahnder bei der Durchsuchung fast sechs Gramm Crystal Meth, welches die Frau in ihrem Körper über die Grenze geschmuggelt hatte.

Auch ein Test zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit fiel zu ihren Ungunsten aus und sie musste zur Blutentnahme gebracht werden. Da die 21-Jährige angab, die Drogen auch für ihren Freund zu schmuggeln, bekamen beide eine Anzeige. Die Weiterfahrt wurde den beiden erst einmal untersagt.

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