02.07.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Schüler schaffen "Drei-Stamm-Farbgezwitscher" Skulptur im Zauberwald

Waldsassen/Cheb. Seit über 20 Jahren besteht eine lebendige Partnerschaft zwischen der Mittelschule Waldsassen und der 6. zakladní skola Cheb (Eger). Jetzt haben die Schüler in einem länderübergreifende Projekt eine Skulptur für den "Zauberwald" am Kammerbühl-Gelände entlang des Stausees Skalka geschaffen.

Auch Bürgermeister Bernd Sommer (rechts) war zur Einweihung des Kunstobjekts in den "Zauberwald" gekommen. Bild: exb
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Vielfältige Aktionen begleiten die Partnerschaft seit langem. Gemeinsames Arbeiten im künstlerischen, sportlichen und erlebnispädagogischen Bereich steht auf dem Programm. Dabei lernen die Jugendlichen mit- und voneinander, leben und verwirklichen die europäische Idee.

In diesem Schuljahr stand neben einem fünftägigen Austauschprogramm die kreative Fertigung einer Skulptur für den "Zauberwald" an. Nach einer gemeinsamen Planungs- und Begegnungsphase an beiden Schulen entwickelten die Schüler das Objekt aus Erlenholzstämmen, Metallstäben und Reliefteilchen aus Ton. Im Mai und Juni entstanden die Teile innerhalb des Kunstunterrichts unter der Leitung von Fachoberlehrerin Helga Küchler und Lucie Pixová. Mit gemeinsamen Kräften und technischer Unterstützung vor Ort fand das gut 2,80 Meter hohe und farbenfrohe Kunstwerk kurz vor der feierlichen Eröffnung seinen Platz wirkungsvoll direkt in einer kleinen Talsenke. Das Objekt mit dem klangvollen Namen "Drei-Stamm-Farbgezwitscher" ist eine Variation der am Grenzübergang Hundsbach 2007 von beiden Schulen gemeinsam errichteten Skulptur anlässlich des EU-Beitritt Tschechiens.

Ganz bewusst wiederholen sich dabei im neuen Objekt bekannte Gestaltungselemente und weisen auf die Verbindung der beiden Kunstwerke hin. Symbolisch spiegelt das neu entstandene Objekt die besondere Dynamik der Beziehung der Menschen beider Länder. Verbindung und Beständigkeit kommen dabei genauso zum Ausdruck wie Unterschiedlichkeiten und Veränderungsprozesse die sich als äußere Zeichen durch die Verschiedenheit von Standort und Funktion verstehen.

Bei der feierlichen Einweihung in Cheb wurden die von den Kindern gefertigten Skulpturen der Öffentlichkeit vorgestellt. Vizebürgermeister Zdenek Hrkal und Bürgermeister Bernd Sommer lobten die gelungene Konzeptumsetzung für das Naherholungsgebiet unterhalb des Radweges zwischen Eger und Franzensbad. Deutsche und tschechische Wanderer und Radfahrer können sich nun von den zahlreichen kunstvollen Landart-Objekten verzaubern lassen. Tafeln am Eingang des Rundweges zum "Zauberwald" geben Auskunft über die Bedeutung, leiten zum aktiven Betrachten an.

Die Redner würdigten die Zusammenarbeit der Jugendlichen als großartige Möglichkeit zur Annäherung und Festigung der Beziehungen. Insgesamt nahmen an dem Projekt neun tschechische Schulen sowie die Mittelschule Waldsassen und die Realschule im Stiftland teil.

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