11.03.2018 - 16:50 Uhr
Waldsassen

Seilziehen beim Starkbierfest Starke Club-Haus-Jungs

Spannend ist der Seilzieh-Wettbewerb beim Starkbierfest der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle. Doch die Favoriten werden am Ende ihrer Rolle gerecht. Nicht reibungslos allerdings verläuft zu Beginn das Bierfass-Anzapfen.

von Konrad RosnerProfil

Die stärksten Waldsassener Männer sind in Kondrau daheim: Gegen die geballte Kraft der "starken Jungs" des Club-Hauses Kondrau war auch in diesem Jahr kein Kraut gewachsen. Zum fünften Male in Folge sicherten sich die Männer um Andreas Riedl den Siegerpokal, verbunden mit 30 Liter Bier. In einem reinen "Kondrauer Finale" setzte sich das Club-Haus-Team gegen die Feuerwehr Kondrau klar mit 2:0 durch.

Schon alleine von der körperlichen Statur her sah man auf den ersten Blick: Die "Club-Haus-Gladiatoren" müssen die Stärkeren sein. Die Feuerwehr war zwar mit der gesunden Milch von Kommandant Michael Richtmann "gedopt", doch hatten die Brandschützer keine Siegchance. Dennoch: Auch dieser zweite Platz ist ein Erfolg. Sieben Mannschaften nahmen an diesem Traditionswettbewerb teil.

Auf Augenhöhe

Der spannendste Entscheid fand sicherlich mit dem Halbfinale zwischen den Wehren aus Kondrau und Wernersreuth statt. Beide Teams waren auf Augenhöhe, so dass ein ausgewogenes Duell entstand: Es ging hin und her, doch letztlich setzten sich die Kondrauer Spritzenmänner knapp durch und zogen so ins Finale ein. Das zweite Semifinale zwischen dem Club-Haus Kondrau und der Feuerwehr Querenbach war ein klare Angelegenheit für das Club-Haus, das im Viertelfinale zuvor die Feuerwehr Münchenreuth eliminierte und nun die Querenbacher ohne Siegchance ließ. Im Finale waren Andreas Riedl, Michael Betzl, Martin Riedl, Thomas Härtl, Bernhard Adam und Wolfgang Haberkorn mit ihrem "Einpeitscher" Felix Haberkorn dann auch der Kondrauer Wehr zu stark.

Das "kleine Finale" gewann die Feuerwehr Querenbach mit ihrem "Frontman" Markus Scharnagl gegen die Wernersreuther Wehr und durfte sich neben dem Pokal noch über zehn Liter Bier freuen. Gemeinsame Fünfte wurden die Wehren aus Münchenreuth, Pfaffenreuth und Waldsassen. Als versierte Schiedsrichter des Wettbewerbs fungierten Andreas Riedl und Stefanie Ernstberger, Stephan Hegen moderierte.

Zapfhahn geöffnet

Probleme beim Anzapfen hatte 2. Bürgermeister Karlheinz "Tschieberl" Hoyer. Die Vorsitzenden des Waldsassener Jugendrates, Andrea Wurm, assistierte. Nicht weil die Schläge nicht saßen, sondern weil der Zapfhahn offen war, strömte sofort das Bier heraus.

Doch dies tat der Stimmung keinen Abbruch - ganz im Gegenteil. Hoyer war in seinem Element und schrie: "O'zapt is, loumas krach'n", ehe er feststellte: "Wer heit nüchtern ham geht, is selber schuld." Es lud zum Schunkeln und zum "schöi Zammasitz'n" ein, ehe er gekonnt den bayerischen Defiliermarsch dirigierte. Dies war aber das einzige Mal, dass die Dirigentin der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle, Laura Bäumler, den Taktstock aus der Hand gab. Ansonsten hatte sie die Blasmusiker fest im Griff.

Den ganzen Abend bestimmte schmissige Blasmusik das 37. Starkbierfest. Unter den Besuchern waren starke Abordnungen aus Parkstein und Reuth bei Erbendorf: Die Blaskapellen beider Orte sind jedes Jahr treue Gäste beim Waldsassener Starkbierfestes.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie

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