27.11.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Seit 20 Jahren Anbetung in der Kapelle zwischen Basilika und Kloster: Großes Geschenk für die Pfarrei

Der Christkönig-Sonntag beendet in der katholischen Kirche den liturgischen Jahreskreis. In der Pfarrei Waldsassen war der Festtag Anlass für ein Jubiläum: Seit 20 Jahren gibt es in der Basilika die Anbetung.

Zum Einstieg in die Jubiläumsfeier hatte Stadtpfarrer Thomas Vogl treue Beterinnen und Beter zur Kaffeetafel eingeladen. Bild: kgg
von Autor KGGProfil

Zum gemeinsamen Kaffeetrinken im kleinen Jugendheim-Saal war gut die Hälfte er aktuell 80 Frauen und Männer gekommen, die seit zwei Jahrzehnten die regelmäßigen Anbetungsstunden in der Kapelle gestalten. Mit dabei war auch der Initiator, der ehemalige Stadtpfarrer Bischöflich Geistlicher Rat (BGR) Siegfried Wölfel. Stadtpfarrer Thomas Vogl in Anbetracht der Initiative von einem großen Geschenk für die Pfarrei. Es wirke nach und werde hoffentlich auch lange weiter wirken.

Vogl dankte den Frauen und auch eine kleine Schar von Männern, die sich hier als Beter einbringen, sowie auch dem Kloster für die Bereitstellung dieser Kapelle. Der Stadtpfarrer wünschte den Betern, dass sie aus dem Segen, den die Anbeter mit ihrem Dienst für die Pfarrei und darüber hinaus erbitten, auch persönlich Kraft daraus schöpfen mögen. Mit einem Buch und "Vergelt's Gott" bedankte sich Vogl bei Irmgard Ballon für ihre Mühe und Sorge, dass bei Ausfällen die Schar der Anbeter konstant bleibt oder auch größer wird. Nach der Kaffeepause erinnerte BGR Siegfried Wölfel an die Entstehung der Anbetung in der Basilika vor nunmehr zwei Jahrzehnten. Der Ruhestandsgeistliche, der sich in der Pfarrei Friedenfels mit einbringt, war der Abtei dankbar, dass sie die damals für die Aufbahrung verstorbener Schwestern genutzte Kapelle der Pfarrei als Anbetungskapelle zur Verfügung gestellt habe.

Engagierte KAB-Männer

Wölfel erinnerte an die Umbaumaßnahme: Damals sei das von der Basilika aus verbindende und mit einem Gitter versehene Fenster zur Tür in eigener Regie durchbrochen worden. Großartig sei er von engagierten Männern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) unterstützt worden. Es sei damals mehr Arbeit als gedacht nötig gewesen. Eduard Bauer, der seither zum Kreis der Anbeter mit zählt, habe sich als Mann vom Bau derart hier engagiert, als baue er hier sein eigenes Haus.

Die sechs an den Wänden angebrachten und aus Jerusalem stammenden Ikonenbilder habe der ehemalige Waldsassener Kooperator Max Hartmann mit zur Ausstattung beigesteuert. Die kleine Dankes-Feier für die wurde mit einer von Siegfried Wölfel mitgebrachten Tonaufnahme eines zwischen dem Augsburger Weihbischof Florian Wörner und dem Radiosender "Horeb" geführten Gesprächs über die "eucharistische Anbetung" im Jugendheim abgerundet. Danach folgten die Anbetung und ein Rosenkranz in der Basilika.

Ein königlicher Weg

Die Vorabendmesse zum Hochfest Christkönig wurde als Dankgottesdienst für die verstorbenen Anbeter gefeiert. Neben den Mitzelebranten Stadtpfarrer Thomas Vogl sowie den beiden Pfarrvikare Marianus Kerketta und Markus Hochheimer war Wölfel Hauptzelebrant und Prediger. "Wer sich an Christus unseren König klammert, der läuft nicht irgendwelchen Phänomenen nach. Der Gekreuzigte zeigt uns den Weg", sagte der Prediger. In dieser prächtigen neu renovierten Basilika gebe es einen königlichen Weg - vom Altar aus zum Kreuz des "geschändeten Heiland in die Anbetungskapelle. Diese sei vor 20 Jahren als Ort der Stille und des Gebetes errichtet worden.

"Die Kapelle ist zum Segen für die Pfarrei und das Kloster entstanden und ist Grund zur Freude und Dank Gott gegenüber." Pfarrer Wölfel weiter: "Anbetung ist der zentrale Schlüssel für die Lebendigkeit des Glaubens und auch für die entsprechende Erneuerung der Gemeinden, der Klöster und der Kirche." Die Pfarrei möge hier nicht nachlassen, bat der Ruhestandspriester zum Schluss.

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