07.02.2018 - 19:20 Uhr
Waldsassen

Stiftland in Bibel zu finden

Sie ist 4,3 Kilogramm schwer und enthält auf 960 Seiten die Lesungstexte alle Sonn- und Feiertage. Doch die Regensburger Sonntagsbibel hat noch viel mehr zu bieten. So viel, dass es in Waldsassen einen Abend zum Umgang mit dem Buch gibt.

Pfarrer Thomas Vogl und Geschäftsführer Hans Stelzl vom Katholischen Bildungswerk freuten sich, dass mit Wolfgang Stöckl (von links) der Projektleiter der Regensburger Sonntagsbibel nach Waldsassen gekommen war, um das Buch vorzustellen. Bilder: kgg (2)
von Externer BeitragProfil

Über 11 000 signierte Exemplare hat Bischof Rudolf Voderholzer an Mitarbeiter in den Pfarreien verschenkt. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Tirschenreuth und die Pfarrei Waldsassen luden die Empfänger in der Region und alle anderen Interessierten nun dazu ein, die Regensburger Sonntagsbibel (RSB) richtig kennenzulernen. Stadtpfarrer Thomas Vogl freute sich, dass dazu ein absoluter Insider, nämlich der Leiter des deutschlandweit einzigartigen Projekts, Wolfgang Stöckl, in die Klosterstadt gekommen war.

Stöckl betonte, dass das Projekt unter dem Motto "Nimm und lies" Lust machen wolle, regelmäßig in diesem einzigartigen Schatz zu lesen. Der Abend war als Hilfestellung bei der Anwendung des Buches gedacht. "Aus welcher Hoffnung wir als Christen leben dürfen, macht schon das Schmetterlingsreliquiar auf dem Umschlag deutlich: aus der Hoffnung auf die Auferstehung", so der Referent. Es stamme aus der Zeit um 1310/1320 und sei 1991 bei der Restaurierung eines gotischen Holzkreuzes in Regensburg entdeckt worden. Seit dem frühen Christentum sei der Schmetterling Sinnbild der Verwandlung vom Tod zum Leben.

Die Regensburger Sonntagsbibel setze die Tradition des christlichen Hausbuches fort. Vorbilder seien die "Katholische Handpostille" des Prämontratenserchorherrn Leonhard Goffiné (1648-1719) und die Sonntagsbibel des Bischofs von Bozen-Brixen Wilhelm Egger von 1992 gewesen.

Von Herbst 2014 bis Herbst 2017 habe sich ein ganzes Team den Herausforderungen gestellt, für die RSB das jeweils passende Bild und die passenden Texte von Joseph Ratzinger/Benedikt VI. zu finden sowie den revidierten Text der Einheitsübersetzung in Sprechzeilen zu bringen.

Auf viel Interesse stießen die Fotos in der Regensburger Sonntagsbibel. Unter den 240 Abbildungen sind etliche Aufnahmen aus dem Landkreis Tirschenreuth. Neben dem Geschändeten Heiland aus der Basilika Waldsassen sind darin auch noch Werke aus der Kappl zur Heiligsten Dreifaltigkeit (Pfarrei Münchenreuth), der St.-Elisabeth-Kapelle (Pfarrei Bärnau), dem Salesianum Fockenfeld (Konnersreuth) und der Totentanzkapelle in Wondreb zu sehen.

Ein zweiter Einführungsabend findet am Mittwoch, 27. Juni, um 19 Uhr im Kolpinghaus Erbendorf statt.

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