Suche nach neuem Geschäftsführer für das Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen läuft ...
Zwei Kandidaten springen ab

Ferdinand Sperber (im Bild bei seinem Lieblings-Hobby) scheidet zum Jahresende als Geschäftsführer der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen aus - auf eigenen Wunsch (wir berichteten). Die Nachfolge ist bislang ungeklärt. Bild: Grüner
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Waldsassen
10.12.2016
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Schwieriger als gedacht scheint die Suche nach einem neuen Geschäftsführer der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen. Bewerbungsschluss war Ende Oktober. Aber die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Ferdinand Sperber, seit Januar 2003 Geschäftsführer der Stiftung, hatte im Sommer seinen Job bekanntlich zum Jahresende gekündigt (wir berichteten). Seinen Schreibtisch im Gartenschulhaus auf dem Gelände der Umweltstation hat Sperber weitgehend geräumt. Ab Montag nimmt Sperber seinen Resturlaub. Dann noch einige Erledigungen im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss 2016. Zuletzt die Schlüsselübergabe, nach dem Jahreswechsel. Eine besondere Verabschiedung wird es - auf Sperbers ausdrücklichen Wunsch - nicht geben. Kommenden Mittwoch wird das neue Programm der Stiftung präsentiert werden - eine Gelegenheit, bei der eigentlich schon der Nachfolger hätte vorgestellt werden sollen.

Sechs in der engeren Wahl

Doch einen solchen gibt es offenbar nicht - auch zum Bedauern von Ferdinand Sperber. Denn auch er hätte sich einen reibungslosen Übergang in der Nachfolge gewünscht. "Das zieht sich hin", erklärt Bürgermeister Bernd Sommer, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, über die Suche nach einer Frau oder einem Mann für den Posten. 26 Leute - teils aus der Region und teils von auswärts - hätten sich auf die Stellenausschreibung für den Posten beworben. Sechs Bewerber seien zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden. Und die, berichtet Sommer, verliefen dann zunächst recht hoffnungsvoll.

Zwei der engeren Wahl - eine Frau und ein Mann - wären besonders qualifiziert gewesen, hätten gut für die Aufgabe gepasst. Beide hätten zum Jahresbeginn 2017 auch loslegen können, entschieden sich aber dann doch anders und sagten nacheinander wieder ab - zuletzt Anfang Dezember. Wichtig ist Sommer in diesem Zusammenhang, dass die Entscheidungen kontra Waldsassen jeweils ausschließlich persönliche Gründe hatten und nichts mit der künftigen Aufgabe zu tun hatten.

Zur weiteren Strategie lässt Sommer durchblicken, dass die nun noch verbliebenen Bewerber sich den Herausforderungen schon auch stellen würden: Problematisch sei bei den Bewerbern aber die räumliche Entfernung zwischen Wohn- und Dienstort. Nicht jeder wäre gleich bereit nach Waldsassen zu ziehen. Andererseits sei eine gewisse räumliche Nähe schon von Vorteil. Voraussichtlich in der Woche vor Weihnachten soll es den Planungen zufolge eine weitere Runde mit Vorstellungsgesprächen geben.

Sommer geht nicht davon aus, dass der Posten bis zum Jahreswechsel noch besetzt werden kann. "Das Kursprogramm läuft weiter", sagt der Vorsitzende des Stiftungsvorstands unabhängig von der Verzögerung. Auch der Betrieb in der Geschäftsstelle könne vorübergehend aufrecht erhalten - mit Umweltstations-Leiter Michael Selinger, mit Teamassistentin Gitte Sommer sowie seitens der Zisterzienserinnenabtei Schwester Sophia Schlembach. Als Verantwortlicher der Stiftung stellvertretend für den Geschäftsführer zeichnungsberechtigt ist Bernd Sommer.

Das zieht sich hin.Bürgermeister Bernd Sommer über die Suche nach einem neuen KuBZ-Geschäftsführer
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