18.09.2017 - 20:00 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Wallfahrt zum Geschändeten Heiland: Das Kreuz als Ziel des Lebens

Für die Besucher in der neu renovierten Basilika ist es ein besonderes Erlebnis. Beim Festgottesdienst anlässlich der Wallfahrt zum Geschändeten Heiland bleibt kein Platz mehr frei.

Bischof Tomas Holub, "das Kreuz zeigt die Machtlosigkeit, Machlosigkeit ist stärker als die Macht".
von Konrad RosnerProfil

Chor, Solisten und Orchester der Basilika unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter gestalteten den Gottesdienst mit der Messe in B D 324 mit beeindruckender Klangfülle. Vor dem Gottesdienst zogen die Gläubigen in einer Sternwallfahrt zur Basilika (wir berichteten). Dort wurden sie vom vom neuen Pilsener Bischof Tomás Holub, Stadtpfarrer Thomas Vogl und Pfarrvikar Pater Marianus Kerketta sowie Pfarrer Hans Klier aus Selb am Vorplatz empfangen. Dann der imposante Einzug in die Basilika.

Bischof Tomás Holub stellte das Kreuz in den Mittelpunkt seiner Predigt und verwies auf eine Kirche in Prag. Diese sei dem heiligen Holz geweiht. Auf der Fassade stehe der Satz "Holz ist die einzige Hoffnung". Bezugnehmend auf die erste Lesung des Tages sagte Holub, das Volk sei während einer Wanderung müde geworden; der Mut habe die Menschen verlassen. Viele Menschen seien zufrieden mit der aktuellen Situation, in der sie lebten. Sie hätten Mut und Sehnsucht verloren, wollten nicht mehr weiter gehen. Dies sei jedoch gefährlich. "Die Erlösung ist in Gefahr." Die Menschen seien zufrieden, anstatt mit Jesus den Weg weiter zu gehen.

Eine große Hilfe mit Jesus weiter zu gehen sei ein Blick auf das Kreuz. Das Kreuz sei das Ziel des Lebens, das Ziel des Lebens werde durch das Kreuz gewonnen. Sein Appell an die Gläubigen: "Verliert nie den Blick auf das Kreuz, nur so hat das Leben Sinn und die Hoffnung weiter zu leben". Der Blick auf das Kreuz zeige den weiteren und kostbaren Weg. "Deshalb beten wir für den Glauben mit Blick auf das Kreuz und so das Geheimnis des irdischen Lebens zu sehen". Viele hätten aber nicht mehr die Bereitschaft und die Kraft, diesen Weg weiter zu gehen und kommen so in ein hoffnungsloses Leben.

"Bitten wir den Gekreuzigten, dass er uns den Mut gibt, weiter mit ihm zu gehen". Denn das Kreuz zeige und unterstreiche die Machtlosigkeit, und diese Machtlosigkeit sei stärker als die Macht. Der Bischof lud die Gläubigen ein, durch gegenseitiges Beten satt zu werden, sich gegenseitig zu sättigen. Bischof Holub abschließend: "Das Kreuz ist die Brücke für die Menschen zum weiter gehen, dann können wir gemeinsam auf dem Weg bleiben, auf den Weg zum Auferstandenen". Sehr eindrucksvoll war im weiteren Verlauf des Gottesdienstes die Fürbitten. Sie wurden vorm Gnadenbild des geschändeten Heilands vorgetragen - , von Bischof Tomas Holub, Stadtpfarrer Thomas Vogl, Gemeindereferentin Gertrud Hankl und Lektor Markus Scharnagl.

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